Autor: Simon Bogner

CEBIT 2018 – ein entspanntes ITK-Festival

Die Cebit hat in diesem Jahr vieles anders gemacht. Die Resonanz ist sehr unterschiedlich. Doch eines war eindeutig: Die IT- und Telekommunikationsindustrie werden anfassbar und erlebbar in ihrer Präsentation. Nicht Bildschirme, sondern Exponate von Autos über Drohnen bis hin zu einem Riesenrad zogen die Aufmerksamkeit auf sich. Internet der Dinge, Robotik und Künstliche Intelligenz gehörten zu den Topthemen

Computerprogramme sind abstrakt und kommen mittlerweile in allen Wirtschafts- und Lebensbereichen zum Einsatz. Kommunikationsnetze verbinden längst nicht mehr nur Rechner und Telefone, sondern nahezu alle Gegenstände. Doch erst konkrete Anwendungen veranschaulichen, welche Bedeutung IT und Vernetzung haben. Zum Beispiel für einen fröhlichen Freizeitparkbesuch ohne lange Wartezeiten: Der deutsche IT-Riese SAP zeigte auf dem Außengelände der Cebit nicht nur im Modell, wie Software dafür sorgen kann, dass sich keine langen Menschenschlangen vor Attraktionen wie Achterbahn und 3D-Kino bilden.

Vielmehr vermittelte er seinen Besuchern auch gleich konkret den Spaß eines klassischen Kirmesvergnügen mit einem Riesenrad und lud zur Rundfahrt in luftige Höhen ein. Ähnlich das amerikanische IT-Urgestein IBM: Das Unternehmen zog seine Gäste auf einer Plattform an einem Kran in die Höhe – als Veranschaulichung für die „IBM Cloud“, die jetzt als Oberbegriff für die Vermarktung seiner Cloud-Services verwendet wird.

Auf großes Interesse stießen insbesondere die Roboter, die es auf der Cebit zu sehen gab. Pepper, die rund 1,20 Meter große humanoide Maschine von Softbank Robotics, kann Besucher nicht nur informieren, sondern reagiert auch auf Emotionen und kann so besser auf sein menschliches Gegenüber eingehen.

Und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zeigte einen Roboter, der selbstständig erkennt, wann beispielsweise ein Monteur Unterstützung benötigt – etwa um über Kopf eine Platte festzuhalten oder um ein Bauteil anzunehmen.

Einer der Pioniere, der Roboter ähnlich uns bekannten Lebewesen entwickelt, stellte auf der Cebit seine Überlegungen zur Robotik vor. Marc Reibert, Gründer von Boston Dynamics, lenkte in einem Podiumsgespräch das Thema auf einen ganz wesentlichen Aspekt seines Fachgebiets: Künstliche Intelligenz (KI): Sie bestimmt im Wesentlichen, was die Maschinen heute können und machen. Das gilt gleichermaßen für das Erkennen von Gefühlen wie von Situationen. Und auch für das stabile Gehen einen Roboterhundes, wie sein Unternehmen ihn auf der Cebit vorstellte.

Ebenfalls konkret in der Anwendung von IT und Kommunikationsnetzen präsentierte sich Telefónica Deutschland auf der Cebit. Als zentrales Ausstellungsstück zeigte das Unternehmen einen vernetzten Kühlschrank „HelloFresh GO“ – nicht als die über viele Jahre bemühte Maschine, die automatisch Käufe tätigt und so quasi selbstständig für Nachschub sorgt. Vielmehr zeigte Telefónica eine smarte Verkaufsmaschine von HelloFresh, in der frische Lebensmittel zur gesunden Versorgung von Mitarbeitern in Unternehmen gekühlt angeboten werden. Der Kühlschrank arbeitet über Telefónica per Mobilfunk vernetzt, ermöglicht so nicht nur Fernwartung, sondern insbesondere auch Bezahlvorgänge und automatisierte Disposition für die Neubefüllung.

Weitere Showcases zeigten, wie Telefónica Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützt: zum Beispiel durch die Zusammenarbeit mit Geotab mit einer Komplettlösung für intelligentes Fuhrparkmanagement. Von Vernetzung dank Telefónica profitiert auch das amerikanische Unternehmen GTX: Seine SmartSole, eine intelligente Schuh-Einlegesohle, in der Sensoren und Mobilfunkmodul fest eingebaut sind. Darüber können gefährdete oder orientierungslose Menschen zuverlässig geortet werden, sodass ihnen im Bedarfsfall schnell geholfen werden kann. Und Telefónica NEXT präsentierte Datenanalysen für Handel und Verkehrsplanung für die Praxis und neue Ansatzpunkte für das Internet der Dinge im Verbraucherbereich.

Bereits auf der Hannover Messe Industrie im April hatte Telefónica Deutschland eine spannende Anwendung für Industrie 4.0 gezeigt: Das Unternehmen vernetzt Nokias „Factory in a Box“ per LTE mit Sensoren, Maschinen und Sicherheitseinrichtungen, sodass die Produktionserweiterung quasi nahtlos an eine bestehende Produktion angebunden werden kann, etwa über eine privates lokales LTE-Netz.

Bei aller Begeisterung für smarte Maschinen wurde auf der Cebit durchaus auch kritisch über das Topthema Künstliche Intelligenz diskutiert. Dabei zog sich ein Grundgedanke eines alten Romans durch viele Vorträge: Isaac Asimov und sein Werk „I Robot“, in dem die drei Grundregeln für Roboter erstmals postuliert wurden. Durch die schnelle Weiterentwicklung der Technik haben sie in ihrer Bedeutung längst die Literatur verlassen und finden im realen Leben Anwendung. Oberstes Gebot: Die Maschine, der Roboter, die künstliche Intelligenz darf den Menschen nicht schädigen.

Neben den sehr ITK-nahen Themen zählten Fahrzeuge zu den Attraktionen auf der Cebit. Volkwagen gehörte zu den großen Ausstellern und zeigte neben seinem autonom fahrenden Auto Cedric auch die Anwendung von Quanten-Computing,  von dem große Leistungssprünge in der Rechenleistung erwartet werden.

Ein Start-up gleich gegenüber vom Stand des größten Automobilherstellers zeigte konkret, wie Elektromobiltät heute aussehen kann und für größere Gesellschaftsschichten bezahlbar wird: e.Go Mobile, im Umfeld der Rheinisch-westfälischen Technischen Hochschule Aachen entstanden, präsentierte seinen vergleichsweise günstigen kleinen Viersitzer und einen elektrisch angetriebenen Kleinbus, der bei einer Grundfläche eines 7-er BMWs Platz für 15 Fahrgäste bietet.

Das ganz normale Leben gehörte schließlich auch zur Cebit. Noch nie hatte die Messe so viel Raum für Freizeit und Spaß eingeräumt wie in diesem Jahr. Neben Riesenrad und Wolkenhöhenzug sorgte eine Surferwelle bei Intel für Besucherspaß. Und das abendliche Konzert sorgte mit Künstlern wie der Band Mando Diao für beschwingte Feierabendstimmung.

Die Veranstalter äußerten sich am Ende der Cebit zufrieden mit Verlauf und Ergebnis der Messe. 120.000 Besucher seien ein guter Anfang für ein neues Konzept. Im vergangenen Jahr waren es allerdings noch rund 200.000 gewesen. Vereinzelt waren kritische Stimmen von Ausstellern und Besuchern zu hören. Nach bisherigen Planungen soll die neue Cebit aber auch eine zweite Chance bekommen. Sie soll vom 24. bis 28. Juni 2019 stattfinden.

Auf die Vernetzung kommt es an

Nicht Sensoren, Antriebe und Steuerung sind im Internet der Dinge (IoT) neu, und auch die digitale Technik nutzen wir bereits seit Jahrzehnten. Neu ist allein die Vernetzung aller möglichen Dinge, Geräte und Einrichtungen. Daher kommt der Verbindung dieser eine entscheidende Rolle zu. Sie muss nicht nur zuverlässig sein, sondern auch gut zu managen, damit man vom IoT wirklich profitieren kann.

Die ehemals klaren Grenzen zwischen Informationstechnologie, Telekommunikation und Produktionstechnik haben an Bedeutung verloren. Die diesjährige Hannover Messe hat dies eindrucksvoll vorgeführt. Der Berliner Tagesspiegel betitelte sie als „Leistungsschau der Digitalisierung“ – als wäre die weltgrößte Industriemesse ein Ableger der eigentlichen Digital-Messe in Hannover, der CEBIT. Die Erkenntnis, die dahintersteckt, ist klar: Alle Sektoren der Wirtschaft werden von der Digitalisierung erfasst, von der Landwirtschaft über die produzierende Industrie bis hin zu den Dienstleistern. Keine ganz neue Erkenntnis mehr und doch zögern Unternehmen noch, die Chancen von Digitalisierung und IoT zu ergreifen. Ihre Gründe haben die Marktforscher von IDC in einer aktuellen Studie ermittelt: 26 Prozent der befragten Unternehmen sehen in der Komplexität von IoT-Initiativen die größte Hürde, jeweils 20 Prozent fehlen ganzheitliche Lösungen und die Softwaresicherheit.

HelloFresh

Doch es lohnt, diese Hürde zu überspringen, wie viele praktische IoT-Anwendungen zeigen. Denn dann können neue Geschäftsfelder erobert werden – wie es etwa HelloFresh, der Berliner Anbieter von Lebensmittelpaketen im Abomodell für Endverbraucher, gerade macht: Das Unternehmen will sein Business um Geschäftskunden erweitern und dafür Kühlschränke unter dem Namen HelloFreshGo mit frischen Lebensmitteln, Snacks und Getränken in Firmen platzieren.

Die Abrechnung der entnommenen Waren, Nachbestellung und das Gerätemanagement erfolgen über ein integriertes IoT-Modul. Es sendet und empfängt die erforderlichen Daten per Mobilfunk. So sind für das Aufstellen von HelloFreshGo nur ein kleiner Platz und eine Steckdose für den Stromanschluss erforderlich. Einfacher kann ein IoT-System für den Anwender kaum sein.

Und auch für HelloFresh ist ein wesentlicher Teil der Lösung gut zu stemmen: Das junge Unternehmen arbeitet mit Telefónica in Deutschland zusammen, nutzt Konnektivität über Telefónica und setzt bei Verwaltung und Steuerung die IoT Smart Center Plattform von Telefónica ein – damit die Erweiterung des Geschäftsfelds auch stets transparent, nachvollziehbar und steuerbar für Hello-Fresh bleibt.

Smarter Kühlschrank: HelloFreshGO

GTX Corp.

Ein weiteres Unternehmen im IoT-Umfeld ist der amerikanische Spezialist für Wearables, die GTX Corp. Es hat seine Smart-Sole weiterentwickelt, über die gefährdete oder orientierungslose Menschen in Echtzeit lokalisiert werden, um ihnen bei Bedarf schnell helfen zu können.

Jetzt hat das Unternehmen zusätzliche Sensortechnik in seine Sohle eingebaut, über die Laufstil und Bewegung der Träger analysiert werden können. Damit erweitert sich der Kreis potenzieller Kunden auf jeden, der mehr über seinen Gang, über mögliche Fehlstellungen und falsche Belastungen erfahren und diese korrigieren will.

Wichtige Voraussetzung: Die Konnektivität, über die die Bewegungsdaten übertragen werden, bleibt verwaltbar. Telefónica als Partner gibt GTX mit der IoT Smart Center Plattform genau dafür das erforderliche Werkzeug an die Hand und sorgt weltweit für Konnektivität.

Geotab

Ähnlich profitiert Geotab, führender Anbieter von Telematik-Lösungen fürs Flottenmanagement, weltweit von der Zusammenarbeit mit Telefónica in Deutschland. Geotab ermöglicht nicht nur Tracking-Funktionen, sondern auch umfassende Datenanalysen – für eine effiziente Steuerung des Fuhrparks und Fahrersicherheit.

CEBIT 2018

Digitalisierung im Mittelstand ist eines der Fokusthemen für Telefónica Business. Vom 11. bis 15 Juni 2018 zeigen wir auf der CEBIT in Hannover praktische Beispiele für die erfolgreiche Umsetzung neuer Ideen von IoT-Anwendungen. Hier können auch Sie eine Idee von Möglichkeiten der Digitalisierung und den damit verbundenen Mehrwerten für Ihr Unternehmen bekommen. Wir von Telefónica helfen Ihnen dabei, Hürden bei Ihrem IoT-Projekt zu nehmen. Informieren Sie sich auf unserem CEBIT-Stand in Halle 13, Stand D64.

Auf dem Weg zur Smart City

Pilot für den Flughafen

Der Flughafen München ist so groß wie eine kleine Stadt. Die Digitalisierung bringt ihn auf den Weg zur Smart-City. Hierfür die richtigen, zukunftsfähigen Entscheidungen zu treffen, ist nicht einfach – immer müssen die hohen Sicherheitsanforderungen des Airports als Teil der kritischen Infrastruktur berücksichtigt werden. Mit den Technologiepartnern Telefónica Deutschland und Huawei geht das Unternehmen jetzt in eine pragmatische Testphase zum Thema Smart Energy.

Als mittelgroße Stadt bezeichnet sich der Flughafen München selbst: Rund 35.000 Menschen arbeiten dort. 808 Hotelzimmer sowie 60 Restaurants, Bars und Cafés sorgen für Unterkunft und Verpflegung. Neun Spielplätze bieten den kleinen Besuchern Spaß und Bewegung – und Erwachsene können bei einem Bier aus der Flughafen-eigenen Brauerei entspannen.

Johann Götz, am Flughafen München verantwortlich für die Software- und Infrastrukturentwicklung, ergänzt: „Wir betreiben sogar ein eigenes Wasserwirtschaftssystem und müssen regelmäßig die Qualität unseres Wassers überprüfen.“ Als der zuständige Unternehmensbereich Technik die dafür erforderlichen Anlagen erneuern und vernetzen wollte, kam es zum ersten gemeinsamen Projekt mit dem Unternehmensbereich IT.

Foto: Flughafen München GmbH

„Die ‚Technik‘ kennt sich mit der Wasserwirtschaft aus, wir in der ‚IT‘ haben mehr Erfahrung mit Netzwerken“, benennt Götz den wesentlichen Grund für die interne Kooperation. Am Anfang funktionierte die nicht so glatt. „Jeder kommunizierte erst einmal ganz normal in seiner eigenen Fach-Fokussierung – für Kollegen aus anderen Bereichen war das nicht immer verständlich. Wir mussten deshalb zunächst eine gemeinsame Sprache finden, damit auch alle Beteiligten wussten, was gemeint war“, erzählt Götz.

Zusammenarbeit von Technik und IT als Voraussetzung

Foto: Flughafen München GmbH

Längst funktioniert am Flughafen die Zusammenarbeit von IT und Technik sehr gut. „In den letzten drei bis fünf Jahren sind Vertrauen und Zutrauen gewachsen“, sagt der IT-Mann zufrieden. Für die jetzt anstehende digitale Weiterentwicklung des Flughafens ist damit schon eine wichtige Voraussetzung geschaffen: Die Bereiche IT und Technik müssen ihre Kompetenzen gleichermaßen einbringen, wenn die physische Welt auf dem Gelände ihren Anschluss ans Internet bekommen und so Teil des Internet of Things werden soll.

Die Wahl der passenden technologischen Basis ist dabei für ein Unternehmen wie den Flughafen München nicht einfach: Die erforderliche Vernetzungstechnik soll im Idealfall auf der gesamten Fläche des 1575 Hektar großen Areals – das entspricht rund 2200 Fußballfeldern – verfügbar sein. Sie darf die bereits bestehenden Technologien am Flughafen auf gar keinen Fall stören. Und selbstverständlich muss sie zuverlässig neben den bereits jetzt vorhandenen Technologien funktionieren – viele sind bereits vorhanden: LAN und WLAN vernetzen in Büros, Läden und Fluggastbereichen, nahezu jeder nutzt die verschiedenen Mobilfunknetze mit seinem Mobiltelefon auch am Airport, und selbst Nahbereichslösungen wie Bluetooth dürfen nicht beeinträchtigt werden, weil es auf Unverständnis bei Fluggästen stoßen würde, wenn sie Musik nicht mehr über ihren Drahtlos-Kopfhörer genießen könnten.

Außerdem gilt es zu entscheiden, ob der Flughafen als Unternehmen die Vernetzungsinfrastruktur selbst aufbaut oder von einem externen Partner nutzt. „Als Unternehmen machen wir vieles selbst. Gemeinsam mit unserer Tochter eurotrade betreiben wir zum Beispiel die gesamte IT-Infrastruktur in den Geschäften der Terminals, bis hin zu den Kassensystemen“, sagt Götz nicht ohne Stolz. „So haben wir alles gut im Griff und können relativ schnell entscheiden, wenn wir etwas ändern wollen.

Bei den Überlegungen, mit welchen konkreten Projekten der Weg zur Smart-City beschritten wird, sah man sich die Angebote der Telekommunikationsanbieter an. „Bei Telefónica ist man sehr offen auf unsere Anfrage eingegangen, hat uns durch die Entwicklungs- und Testlabore geführt, uns gezeigt, wo das Unternehmen in Sachen IoT steht“, lobt Götz. Daraus hat sich eine Reihe von Treffen und Workshops entwickelt, in denen mögliche IoT-Pilotprojekte für den Flughafen erarbeitet wurden. Das erste steht jetzt vor der Inbetriebnahme.

IoT für mehr Effizienz und neue Services

Das Internet der Dinge ist kein Selbstzweck. Wir wollen die Effizienz steigern oder neue Services ermöglichen“, erklärt Götz. In einem Bereich, der sich in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt hat, ist das am Flughafen relativ leicht möglich: beim Smart-Metering. „Sehr viele Zähler für Strom und Wasser liegen in unserer Hoheit, in den Gebäuden direkt auf unserem Gelände und in den Liegenschaften im Umkreis von 10 Kilometern, die dem Flughafen gehören“, erläutert Götz. „Die müssen mindestens einmal im Jahr, viele auch monatlich abgelesen werden.“ Ein hoher Aufwand – und in Echtzeit lässt sich der Stromverbrauch so nicht erfassen, ein zeitnahes Eingreifen bei unvorhergesehenen Veränderungen ist nicht möglich.

Der Smart Meter Connect von Telefónica.

Smarte Lösung für den Übergang von der analogen in die digitale Welt

Q-loud EnergyCam

Doch so viele analoge Zähler lassen sich nicht einfach so im laufenden Flughafenbetrieb gegen digitale austauschen. Deshalb hat der Flughafen München mit Telefónica Deutschland und Technologiepartner Huawei eine sehr smarte Lösung erarbeitet, mit der ältere, analoge Systeme in die digitale Welt gebracht werden können: Dafür kommt die EnergyCam zum Einsatz, ein Kamerasystem, das der Full-Stack IoT-Anbieter Q-loud, eine Tochter der QSC AG, entwickelt hat und das den Zählerstand eines klassischen Rollenzählers erfasst. Eine integrierte Software analysiert das Bild, erkennt den angezeigten Zählerstand und überträgt diesen digitalisiert per Narrow-Band-IoT im Telefónica-Netz an die Huawei-Plattform „Ocean Connect“. Hier kann die Flughafen-IT auf die Daten zugreifen und zur Analyse nutzen. „Wir sind froh, dass wir für dieses Pilotprojekt in Huawei einen sehr kompetenten und engagierten Partner an unserer Seite haben“, lobt Marc Acosta, Account-Manager bei Telefónica in Deutschland, die als Generalunternehmen für das Projekt agiert. „Die Kollegen bei Huawei arbeiten sehr kooperativ und konstruktiv, sodass wir gemeinsam die Testinstallation der optischen Zählererfassung realisieren konnten.

Für die Datenübertragung per Narrow-Band-IoT (NB-IoT) sprechen mehrere Gründe: Der Energieverbrauch für die Kommunikation ist gering – die Technologie macht Batterielaufzeiten für entlegene Messsysteme von bis zu zehn Jahren möglich. Zudem sind Reichweite und Durchdringung des NB-IoT-Funksignals hoch; es reicht tief ins Gebäudeinnere selbst bis in Kellerräume hinter dicken Mauern.

Telefónica hat bereits mit dem noch jungen Mobilfunkstandard innerhalb des Konzerns Erfahrung gesammelt: In Chile hat das Unternehmen im vergangenen Jahr erfolgreich eine Telemetrie-Lösung getestet. Für den Piloten am Flughafen schaltet Telefónica zum ersten Mal in Deutschland die Narrow-Band-IoT-Übertragungstechnik in einem produktiven Kundenumfeld frei. Diese steht dem Kunden während des Piloten dauerhaft zur Verfügung.

Alle zwei Stunden statt einmal jährlich

Wir sind sehr gespannt auf den Verlauf unseres ersten Narrow-Band-Tests“ gibt Flughafenmann Götz zu. „15 Kamerasysteme werden installiert. Mit ihnen wollen wir vor allem die Machbarkeit überprüfen: Ist Narrow-Band für uns die richtige Vernetzungstechnik?“ Die Systeme übertragen alle zwei Stunden die Stromzählerstände. Möglicherweise wird das Übertragungsintervall auf 15 Minuten verkürzt. „Wir wollen auch lernen, was wir mit den Daten anfangen, die wir jetzt sammeln können. Wir stehen noch am Anfang des Internet of Things. Jetzt gilt es, erste Erfahrung zu sammeln und daraus die passenden Lösungen für unseren Betrieb abzuleiten“, so Götz.

Weitere Anwendungen sind bereits in den Fokus der Überlegungen zur Digitalisierung gerückt: Die Beleuchtungssysteme, insbesondere für das Flugfeld, könnten durch intelligente Vernetzung so clever gesteuert werden, dass sie weniger Strom verbrauchen. Und die Gepäck-Container, die Dollys, könnten durch eine Vernetzung beispielsweise auf dem Vorfeld des Flughafens verfolgt werden. Doch dabei gilt es, noch spezielle Herausforderungen zu lösen: Bei der Ortung im Gebäude reichen die üblichen Koordinaten nicht. Vielmehr muss auch die Ebene, die richtige Etage ermittelt werden. Diese Ortung muss bis in die Untergeschosse des Flughafengebäudes funktionieren.

Show-Case für die Smart-City von morgen

Wir erleben durch die Digitalisierung einen dramatischen Wandel in nahezu allen Bereichen. Am Flughafen sind wir stolz darauf, bei der Einführung einer neuen Technologie wie Narrow-Band-IoT dabei zu sein“, sagt Götz. Die digitale Zukunft des Flughafens zu gestalten, macht ihm sichtlich Spaß. Der IT-Mann ist überzeugt: Als Show-Case für die Smart-City kann der Flughafen München seine Position als ein führender und international hoch anerkannter Airport ausbauen.

Pilot in der Praxisdemo

Auf der Hannover Messe vom 23. bis 27. April zeigt Huawei das System, das in Zusammenarbeit mit Telefónica Deutschland am Flughafen München analoge Stromzähler in die digitale Welt bringt. In München können Sie das System auf dem Event „Innovation & Style 2018“ kennenlernen.

Innovation & Style 2018

Viele Show Cases im IoT & M2M Umfeld, sowie unsere digitalen Festnetz- und Mobilfunklösungen der Zukunft, zeigen wir Ihnen vom 20. – 21.04.2018 am Telefónica Deutschland Stand, auf der Innovation & Style 2018. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit unsere Innovationsinitiative Wayra, den Start-up Track der Telefonica Deutschland, kennen zu lernen.

Telefónica Deutschland und Telefónica NEXT auf der E-world 2018

Telefónica Deutschland und die Telefónica Next zeigten in Deutschlands größter Smart Energy Themenwelt auf der diesjährigen E-world in Essen, wie sie smarte Steuerungssysteme, Stromerzeugung und -verbrauch in Einklang bringen und eine stabile und zuverlässige Versorgung gewährleisten. Experten des Unternehmens tauschten sich intensiv mit den Besuchern zur Energiewende, Smart-Metering, -Grid und -City aus.

Auch smarte Datenanalysen für den Verkehr wurden auf dem gemeinsamen E-world-Stand von Telefónica Deutschland und der Unternehmenstochter Telefónica NEXT diskutiert. So stellte die NEXT eine der detailliertesten Datensätze für die Verkehrsplanung der Zukunft vor. Gemeinsam mit der Firma Intraplan hat die Telefónica NEXT dafür aus anonymisierten Mobilfunkdaten des Telefónica-Netzes in Deutschland die Bewegungsströme berechnet. In einem Forschungsprojekt bestätigte auch das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation das Potenzial dieser Mobilfunkdaten für die Verkehrsplanung.

Foto: E-world energy & water GmbH | CC-BY 2.0

Die Telefónica Next mit Geeny und Develco auf der E-world

Ferner stellte Telefónica NEXT auf dem Stand ihre IoT-Plattform Geeny vor, die besonders bei den Energieversorgern auf großes Interesse stieß. Geeny ermöglicht ihnen eigene IoT-Produkte für Endkunden schnell und kosteneffizient auf den Markt zu bringen. Sie macht die Produkte der Hersteller smarter und Unternehmen können völlig neue Anwendungen entwickeln und so neue Zielgruppen erschließen.

Über die Geeny-Plattform können Endkunden in Zukunft beispielsweise unterschiedliche smarte Geräte mit verschiedenen Anwendungen kombinieren oder miteinander vernetzen. Daraus ergeben sich interessante Anwendungsmöglichkeiten vom smarten Shirt für gesundheitsbewusste Mode bis hin zu smarten Skiern, die den Sportler coachen.

Telefónica NEXT stellte den Use Case „Develco“ vor., Fotograf: Florian Schmitt

Auf der E-world zeigte Telefónica NEXT den Use CaseDevelco“: Ein Starterpaket, bestehend aus einem Rauchmelder, einem Feuchtigkeitssensor, einem Überschwemmungsalarm und weiteren Produkten, die Kunden von Energieunternehmen den Einstieg in die vernetzte Welt vereinfachen.

Die vernetzte Zukunft: Rollout von Smart Meter Gateways

 

Foto: CC-BY 2.0, E-world energy & water GmbH / Fotograf Rainer Schimm / Ausschnitt bearbeitet

Die Gespräche mit Partnern und Kunden auf der diesjährigen E-world zeigten, dass sich Unternehmen immer aktiver auf den Rollout von Smart Meter Geräten vorbereiten. Dadurch rückt die Vernetzung von Smart Meter Gateways in den Vordergrund. Die Firma PPC Power Plus Communications ist führender Anbieter von Smart Meter Gateways und Kommunikationstechnik für die Digitalisierung der Energiewende. Ingo Schönberg, Geschäftsführer der PPC Power Plus Communications, hob bei seinem Standbesuch insbesondere Erfahrung und Kenntnisse der Telefónica in Deutschland im M2M-Bereich hervor. Gerade dieses Know How helfe PPC enorm bei der Entwicklung der Mobilfunkanabindung seiner Smart Meter Gateways.

Eine Herausforderung im Smart Metering besteht in der sicheren und lückenlosen Datenverbindung der intelligenten Stromzähler. Intelligente Messsysteme sind nur effektiv, wenn sie Daten sofort und sicher übertragen können. Mit Smart Meter Connect pilotiert Telefónica aktuell eine mögliche Lösung mit verschiedenen Energieversorgern: Als erster Anbieter setzen die Münchener die neue sogenannte Mesh-Technologie ein, mit der Kommunikationsmodule selbstständig untereinander kommunizieren können. Auch Tim Karnhof, Manager Business Development der Discovergy GmbH unterstrich beim Erfahrungsaustausch auf der E-world, dass er die Kompetenz von Telefónica gerade in Bezug auf die kommunikative Anbindung von Smart Metern sehr schätze. Das Leistungsangebot von Discovergy reicht von der Entwicklung und den Betrieb dieser intelligenten Zähler bis hin zur detaillierten Verbrauchsübersicht in Webportalen und Apps.

Auf der E-world vereinbart:
Telefónica Deutschland und NEXT Kraftwerke erweitern Partnerschaft

Als eines der führenden Telekommunikationsunternehmen weltweit treibt Telefónica in Deutschland die Digitalisierung aktiv voran. Zum Beispiel mit Hilfe der NEXT Kraftwerke GmbH in Köln, die ebenfalls auf der E-world vertreten war. Auf der E-world in Essen haben Telefónica und NEXT Kraftwerke die Ausweitung der Partnerschaft beschlossen. Das Technologieunternehmen, das 2009 von Hendrik Sämisch und Jochen Schwill gegründet wurde, nutzt die neuesten Möglichkeiten der Digitalisierung, um Tausende Stromproduzenten und -verbraucher über eine intelligente Vernetzung zu einem virtuellen Kraftwerk zu verbinden. Telefónica bietet mit der M2M Global SIM die passende Lösung, um die Steuerelemente von NEXT Kraftwerke am jeweiligen Erzeugerstandort betreiberunabhängig mit jedem vor Ort verfügbaren Mobilfunknetz zu verbinden. Damit arbeiten vernetzte Geräte weltweit mit zuverlässiger Konnektivität.

Digitale Lösung von Telefónica für zuverlässige Vernetzung

Um die notwendige Konnektivität von Smart-Meter-Gateways sicherzustellen, lassen alle Anbieter auf dem deutschen Markt ihre Systeme von Telefónica vorab testen. Dazu gehören unter anderem Devolo, Discovergy, Dr. Neuhaus, EFR, EMH Metering, Landis + Gyr, PPC und Theben. Telefónica hat dafür ein Testprogramm entwickelt, das das Kommunikations- und Roaming-Verhalten von Smart-Meter-Gateways überprüft.

„Wir stellen mit dem Testprogramm unsere Kompetenz in Sachen Funk- und Datenkommunikation zur Verfügung. Die Hersteller überprüfen damit die Zuverlässigkeit ihrer Netzwerklösung, sodass sich deren Kunden, also insbesondere Stadtwerke und Energieversorgungsunternehmen, darauf verlassen können, dass die Vernetzung der entsprechenden Smart-Meter auch funktioniert“, erklärt Koltermann, Leader Energy Sales & Program Lead Smart Energy von Telefónica in Deutschland.

Peter Backes (Geschäftsführer co.met ), Rene Claussen ( Leiter Business Development, co.met), Ruwen Konzelmann ( Head of Business Unit – Smart Energy, Theben) und Sven Koltermann (Leader Energy Sales & Program Lead Smart Energy, Telefónica Deutschland), Fotograf: Eric Lechler

Auch das Unternehmen co.met, einer der großen Messstellenbetreiber und -dienstleister in Deutschland, nutzt das Testprogramm bereits für sein Angebot SEN.connect.

In dem Produkt ist unter anderem die M2M Global SIM von Telefónica integriert, die von der Theben AG, Hersteller von Smart-Meter-Gateways, bereits in der Produktion verbaut wird. Des Weiteren bietet co.met ein eigenes M2M-Webportal zur Administration der Gateways. Es übernimmt alle erforderlichen Daten rund um die M2M Global SIM von der Telefónica IoT Smart Center-Plattform. Durch dieses Zusammenspiel unterschiedlicher Komponenten und Services ermöglicht Telefónica in Deutschland Stadtwerk-Kunden der co.met ihre Gateways mit bereits integrierter Global SIM Karte zu bestellen und das Produkt unmittelbar einzusetzen.

Über die E-world 2018

Auch dieses Jahr nahmen Aussteller aus dem Bereich der Energiedienstleistungen den Großteil Europas führender Energiefachmesse ein. Nicht nur die Zahl der Aussteller, die innovative Möglichkeiten in den Bereichen erneuerbarer Energien und intelligenter Technologien aufzeigen, steigt stetig. Die Besucherzahl ist allein in den letzten zehn Jahren von 13.500 auf 25.000 Besucher angestiegen.

Mehr als intelligente Netze

Die Energienetze müssen intelligenter werden, wenn die Energiewende gelingen soll. Das gilt für alle Stromnetze, vom Einspeiser über das Verteilnetz bis zum Verbraucheranschluss. Telefónica bietet als Partner der Energiewirtschaft nicht nur sein durchgängig digitalisiertes Kommunikationsnetz, sondern auch Branchen-Know-how sowie zuverlässigen Kundenservice – für eine verlässliche Energieversorgung für heute und morgen.

Kaum ein anderes Thema betrifft so sehr alle Wirtschafts- und Lebensbereiche wie die sichere Energieversorgung – auch in der Zukunft. Im großen Ziel sind alle Beteiligten, vom Verbraucher über die Industrie bis zur Politik, schnell einig: Die Energieversorgung in Deutschland soll von endlichen Ressourcen auf erneuerbare umgestellt werden.

Foto: iStockphoto / dan_prat

An Schlagwörtern und großen Ideen fehlt es nicht, doch in der konkreten Umsetzung hinkt Deutschland den selbstgesetzten Zielen hinterher. Die Jahrhundertaufgabe ist komplex, viele unterschiedliche Interessen müssen berücksichtigt, eine ganze Reihe verschiedener Technologien müssen eingesetzt und auch noch optimiert werden. Der Blick auf die vielen erforderlichen kleinen Schritte wird davon oft verstellt. Dabei gibt es bereits jede Menge Lösungen, die konsequent zu Ende gedacht und in die Realität umgesetzt sind.

Als eines der großen Telekommunikationsunternehmen weltweit versetzt Telefónica viele Teilnehmer auf dem Energiemarkt in die Lage, jetzt schon an der Energieversorgung der Zukunft zu arbeiten. Zum Beispiel Next Kraftwerke: Dem Betreiber eines virtuellen Kraftwerks, das über die intelligente Vernetzung vieler Windkraft- und Solaranlagen entsteht, verhilft Telefónica in Deutschland durch seine Vernetzungstechnologie zur notwendigen Ausfallsicherheit. Die vielen erforderlichen Steuerungsmodule, die je nach Marktanforderung einzelne Anlagen ein- und ausschalten, sind unter anderem per Mobilfunk miteinander vernetzt. Die Global SIM von Telefónica sorgt dafür, dass diese Vernetzung unabhängig vom verfügbaren Mobilfunknetz bestehen bleibt: Über die Global SIM können sich die Steuerungsgeräte von Next Kraftwerke betreiberunabhängig mit jedem verfügbaren Mobilfunknetz verbinden. So bleibt selbst dann eine Kommunikationsverbindung bestehen, falls es zu temporären Netzunterbrechungen eines Anbieters kommen sollte.

Aber nicht nur bei Stromproduzenten, sondern auch bei Verbrauchern sorgt Telefónica für die zuverlässige Vernetzung: In Großbritannien hat das Unternehmen den bislang größten Auftrag für die kommunikative Vernetzung von Hausanschlüssen gewonnen und baut die nötige Infrastruktur auf, um insgesamt 53 Millionen Stromzähler smart zu machen und zu vernetzen. In Deutschland arbeitet die Allianz von 58 konzernunabhängigen kommunalen Energieversorgern, Trianel, mit dem Lösungsangebot von Telefónica zur Vernetzung von Smart-Metern.

Wir bieten unseren Partnern nicht nur unsere Vernetzungskompetenz“, sagt Sven Koltermann, Leader Energy Sales & Program Lead Smart Energy bei Telefónica Deutschland. „Vielmehr helfen wir ihnen auch, die große Aufgabe der Vernetzung unserer Energieversorgung zu vereinfachen.

Dafür steigt Telefónica tief ins Know-how um Technik und Abläufe für die Digitalisierung der Energiewirtschaft ein: So hat das Unternehmen ein Testprogramm aufgesetzt, das das Kommunikations- und Roaming-Verhalten von Smart-Meter-Gateways überprüft. Passt die eingesetzt Mobilfunklösung wirklich zum eigentlichen Zählersystem? Wie zuverlässig lässt sich darüber eine Verbindung zum nächsten Mobilfunknetz aufbauen? Welche Störungen können auftreten und wie lassen sie sich vermeiden? Bei den Tests wird im Labor sukzessive das Netz von Telefónica heruntergefahren, sodass sich das Gateway in ein anderes Netz einwählen muss. Zudem wird das Verhalten der Geräte bei verlängerten Latenzzeiten auf der Mobilfunkstrecke evaluiert. Alle Anbieter von Smart-Meter-Gateway auf dem deutschen Markt, Devolo, Discovergy, Dr. Neuhaus, EFR, EMH Metering, Landis + Gyr, PPC und Theben, lassen ihre Systeme so von Telefónica testen.

Wir stellen damit unsere Kompetenz in Sachen Funk- und Datenkommunikation zur Verfügung. Damit überprüfen die Hersteller die Zuverlässigkeit ihrer Netzwerklösung, sodass sich deren Kunden, also insbesondere Stadtwerke und Energieversorgungsunternehmen, darauf verlassen können, dass die Vernetzung der entsprechenden Smart-Meter auch funktioniert“, erklärt Koltermann. „Damit erweitern wir die Kompetenz der Hersteller von Smart-Meter-Gateways, da diese sich bislang vor allem auf die Zuverlässigkeit der eigentlichen Messsysteme konzentriert haben.

Sven Koltermann, Leader Energy Sales & Program Lead Smart Energy, Telefónica Deutschland

Eine wesentliche Erleichterung mit großer Flexibilisierung ermöglicht Telefónica zusätzlich mit einem Programm, das Beschaffung, Produktion und Inbetriebnahme von Smart-Meter-Gateways vereinfacht. In einem gut abgestimmten Lieferprozess versorgt das Telekommunikationsunternehmen Smart-Meter-Hersteller mit seiner Global SIM, je nach gewünschtem Formfaktor als SIM-Karte oder als fest einbaubaren SIM-Chip. Der Vorteil: Da die Global SIM in jedes verfügbare Mobilfunknetz roamen kann, brauchen sich Smart-Meter-Anbieter und -Kunde nicht darum zu kümmern, über welches Netz später die Energiemessdaten gesendet und die Anlagen gesteuert werden. In der Produktion werden die intelligenten Messstellen oder die Smart-Meter-Gateways mit einer Global SIM ausgestattet. Erst bei Inbetriebnahme entscheidet sich, welchen Weg die Datenkommunikation übernimmt. Hersteller können damit ihr Smart-Meter-Angebot vereinfachen, ohne dass sie ihre Kunden dabei auf ein spezielles Mobilfunknetz festlegen.

Davon profitieren auch die Stadtwerke und Energieversorger, weil sie die Smart-Meter und Smart-Meter-Gateways der entsprechenden Anbieter überall einsetzen können, wo ein Mobilfunknetz verfügbar ist – Betreiber-unabhängig. Ohne diese Technik müssten diese Unternehmen Mess- und Kommunikationssysteme für jeden einzelnen Mobilfunknetzbetreiber vorhalten und an jeder Messstelle aufs Neue entscheiden, welche Systeme an welcher Stelle zum Einsatz kommen“, sagt Koltermann.

Das Unternehmen co.met, einer der großen Messstellenbetreiber und -dienstleister in Deutschland, nutzt diese Möglichkeit bereits für sein Angebot SEN.connect. Es besteht aus drei Bausteinen: aus der Global SIM von Telefónica, die bei der Theben AG, Hersteller von Smart-Meter-Gateways, bereits in der Produktion integriert werden, aus einem M2M-Webportal zur Administration der Gateways, das alle erforderlichen und nützlichen Daten rund um die Global SIM von der IoT Smart Meter Center-Plattform von Telefónica übernimmt und die Dienstleistung des Smart-Meter-Betriebs. So können Stadtwerk-Kunden der co.met Gateways mit vorkonfektionierter Global SIM Karte bestellen. Hersteller Theben sendet co.met den Elektronischen Lieferschein inklusive der nötigen Daten der eingebauten Global SIMs, über die schließlich im Mobilfunknetz die Zuordnung für die Kunden möglich wird. „Wir vereinfachen so den Prozess zum betriebsfertigen Smart-Meter-Gateway ganz wesentlich“, sagt Koltermann. „Die co.met braucht nicht erst Karten zu bestellen, die sie an ihre Stadtwerk-Kunden liefern muss, die diese wiederum an Theben oder einen anderen Gateway-Hersteller senden. Vielmehr können die Stadtwerke die gewünschte Hardware direkt bestellen.“

Kooperationen wie diese weisen den Weg in die Zukunft der Energieversorger. Einzelne Unternehmen können kaum besser die wachsende Komplexität der Energiewende beherrschen. Erst die Zusammenarbeit von Anbietern unterschiedlicher Technologien und Marktzugänge ebnet den Weg zur Umstellung auf regenerative Energiequellen. Telefónica ermöglicht mit seinen digitalen Netzen die intelligente Analyse und Steuerung der Systeme. Somit sind Kommunikationsnetze zum Schlüssel für die Zukunft der Energieversorgung geworden. Telefónica bietet zusätzlich Branchen-Know-how und Erfahrung, zum Einstieg in die Zukunft der Energieversorgung. Denn die Energiewende braucht mehr als intelligente Netze.

Informieren Sie sich auf der E-world, wie Telefónica Ihrem Unternehmen dabei helfen kann. Besuchen Sie uns vom 6. bis 8. Februar 2018 auf dem Messegelände in Essen, in der Galeria GA-27 zwischen Halle 2 und 7.