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CEBIT 2018 – ein entspanntes ITK-Festival

Die Cebit hat in diesem Jahr vieles anders gemacht. Die Resonanz ist sehr unterschiedlich. Doch eines war eindeutig: Die IT- und Telekommunikationsindustrie werden anfassbar und erlebbar in ihrer Präsentation. Nicht Bildschirme, sondern Exponate von Autos über Drohnen bis hin zu einem Riesenrad zogen die Aufmerksamkeit auf sich. Internet der Dinge, Robotik und Künstliche Intelligenz gehörten zu den Topthemen

Computerprogramme sind abstrakt und kommen mittlerweile in allen Wirtschafts- und Lebensbereichen zum Einsatz. Kommunikationsnetze verbinden längst nicht mehr nur Rechner und Telefone, sondern nahezu alle Gegenstände. Doch erst konkrete Anwendungen veranschaulichen, welche Bedeutung IT und Vernetzung haben. Zum Beispiel für einen fröhlichen Freizeitparkbesuch ohne lange Wartezeiten: Der deutsche IT-Riese SAP zeigte auf dem Außengelände der Cebit nicht nur im Modell, wie Software dafür sorgen kann, dass sich keine langen Menschenschlangen vor Attraktionen wie Achterbahn und 3D-Kino bilden.

Vielmehr vermittelte er seinen Besuchern auch gleich konkret den Spaß eines klassischen Kirmesvergnügen mit einem Riesenrad und lud zur Rundfahrt in luftige Höhen ein. Ähnlich das amerikanische IT-Urgestein IBM: Das Unternehmen zog seine Gäste auf einer Plattform an einem Kran in die Höhe – als Veranschaulichung für die „IBM Cloud“, die jetzt als Oberbegriff für die Vermarktung seiner Cloud-Services verwendet wird.

Auf großes Interesse stießen insbesondere die Roboter, die es auf der Cebit zu sehen gab. Pepper, die rund 1,20 Meter große humanoide Maschine von Softbank Robotics, kann Besucher nicht nur informieren, sondern reagiert auch auf Emotionen und kann so besser auf sein menschliches Gegenüber eingehen.

Und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zeigte einen Roboter, der selbstständig erkennt, wann beispielsweise ein Monteur Unterstützung benötigt – etwa um über Kopf eine Platte festzuhalten oder um ein Bauteil anzunehmen.

Einer der Pioniere, der Roboter ähnlich uns bekannten Lebewesen entwickelt, stellte auf der Cebit seine Überlegungen zur Robotik vor. Marc Reibert, Gründer von Boston Dynamics, lenkte in einem Podiumsgespräch das Thema auf einen ganz wesentlichen Aspekt seines Fachgebiets: Künstliche Intelligenz (KI): Sie bestimmt im Wesentlichen, was die Maschinen heute können und machen. Das gilt gleichermaßen für das Erkennen von Gefühlen wie von Situationen. Und auch für das stabile Gehen einen Roboterhundes, wie sein Unternehmen ihn auf der Cebit vorstellte.

Ebenfalls konkret in der Anwendung von IT und Kommunikationsnetzen präsentierte sich Telefónica Deutschland auf der Cebit. Als zentrales Ausstellungsstück zeigte das Unternehmen einen vernetzten Kühlschrank „HelloFresh GO“ – nicht als die über viele Jahre bemühte Maschine, die automatisch Käufe tätigt und so quasi selbstständig für Nachschub sorgt. Vielmehr zeigte Telefónica eine smarte Verkaufsmaschine von HelloFresh, in der frische Lebensmittel zur gesunden Versorgung von Mitarbeitern in Unternehmen gekühlt angeboten werden. Der Kühlschrank arbeitet über Telefónica per Mobilfunk vernetzt, ermöglicht so nicht nur Fernwartung, sondern insbesondere auch Bezahlvorgänge und automatisierte Disposition für die Neubefüllung.

Weitere Showcases zeigten, wie Telefónica Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützt: zum Beispiel durch die Zusammenarbeit mit Geotab mit einer Komplettlösung für intelligentes Fuhrparkmanagement. Von Vernetzung dank Telefónica profitiert auch das amerikanische Unternehmen GTX: Seine SmartSole, eine intelligente Schuh-Einlegesohle, in der Sensoren und Mobilfunkmodul fest eingebaut sind. Darüber können gefährdete oder orientierungslose Menschen zuverlässig geortet werden, sodass ihnen im Bedarfsfall schnell geholfen werden kann. Und Telefónica NEXT präsentierte Datenanalysen für Handel und Verkehrsplanung für die Praxis und neue Ansatzpunkte für das Internet der Dinge im Verbraucherbereich.

Bereits auf der Hannover Messe Industrie im April hatte Telefónica Deutschland eine spannende Anwendung für Industrie 4.0 gezeigt: Das Unternehmen vernetzt Nokias „Factory in a Box“ per LTE mit Sensoren, Maschinen und Sicherheitseinrichtungen, sodass die Produktionserweiterung quasi nahtlos an eine bestehende Produktion angebunden werden kann, etwa über eine privates lokales LTE-Netz.

Bei aller Begeisterung für smarte Maschinen wurde auf der Cebit durchaus auch kritisch über das Topthema Künstliche Intelligenz diskutiert. Dabei zog sich ein Grundgedanke eines alten Romans durch viele Vorträge: Isaac Asimov und sein Werk „I Robot“, in dem die drei Grundregeln für Roboter erstmals postuliert wurden. Durch die schnelle Weiterentwicklung der Technik haben sie in ihrer Bedeutung längst die Literatur verlassen und finden im realen Leben Anwendung. Oberstes Gebot: Die Maschine, der Roboter, die künstliche Intelligenz darf den Menschen nicht schädigen.

Neben den sehr ITK-nahen Themen zählten Fahrzeuge zu den Attraktionen auf der Cebit. Volkwagen gehörte zu den großen Ausstellern und zeigte neben seinem autonom fahrenden Auto Cedric auch die Anwendung von Quanten-Computing,  von dem große Leistungssprünge in der Rechenleistung erwartet werden.

Ein Start-up gleich gegenüber vom Stand des größten Automobilherstellers zeigte konkret, wie Elektromobiltät heute aussehen kann und für größere Gesellschaftsschichten bezahlbar wird: e.Go Mobile, im Umfeld der Rheinisch-westfälischen Technischen Hochschule Aachen entstanden, präsentierte seinen vergleichsweise günstigen kleinen Viersitzer und einen elektrisch angetriebenen Kleinbus, der bei einer Grundfläche eines 7-er BMWs Platz für 15 Fahrgäste bietet.

Das ganz normale Leben gehörte schließlich auch zur Cebit. Noch nie hatte die Messe so viel Raum für Freizeit und Spaß eingeräumt wie in diesem Jahr. Neben Riesenrad und Wolkenhöhenzug sorgte eine Surferwelle bei Intel für Besucherspaß. Und das abendliche Konzert sorgte mit Künstlern wie der Band Mando Diao für beschwingte Feierabendstimmung.

Die Veranstalter äußerten sich am Ende der Cebit zufrieden mit Verlauf und Ergebnis der Messe. 120.000 Besucher seien ein guter Anfang für ein neues Konzept. Im vergangenen Jahr waren es allerdings noch rund 200.000 gewesen. Vereinzelt waren kritische Stimmen von Ausstellern und Besuchern zu hören. Nach bisherigen Planungen soll die neue Cebit aber auch eine zweite Chance bekommen. Sie soll vom 24. bis 28. Juni 2019 stattfinden.

Auf dem Weg zur Smart City

Pilot für den Flughafen

Der Flughafen München ist so groß wie eine kleine Stadt. Die Digitalisierung bringt ihn auf den Weg zur Smart-City. Hierfür die richtigen, zukunftsfähigen Entscheidungen zu treffen, ist nicht einfach – immer müssen die hohen Sicherheitsanforderungen des Airports als Teil der kritischen Infrastruktur berücksichtigt werden. Mit den Technologiepartnern Telefónica Deutschland und Huawei geht das Unternehmen jetzt in eine pragmatische Testphase zum Thema Smart Energy.

Als mittelgroße Stadt bezeichnet sich der Flughafen München selbst: Rund 35.000 Menschen arbeiten dort. 808 Hotelzimmer sowie 60 Restaurants, Bars und Cafés sorgen für Unterkunft und Verpflegung. Neun Spielplätze bieten den kleinen Besuchern Spaß und Bewegung – und Erwachsene können bei einem Bier aus der Flughafen-eigenen Brauerei entspannen.

Johann Götz, am Flughafen München verantwortlich für die Software- und Infrastrukturentwicklung, ergänzt: „Wir betreiben sogar ein eigenes Wasserwirtschaftssystem und müssen regelmäßig die Qualität unseres Wassers überprüfen.“ Als der zuständige Unternehmensbereich Technik die dafür erforderlichen Anlagen erneuern und vernetzen wollte, kam es zum ersten gemeinsamen Projekt mit dem Unternehmensbereich IT.

Foto: Flughafen München GmbH

„Die ‚Technik‘ kennt sich mit der Wasserwirtschaft aus, wir in der ‚IT‘ haben mehr Erfahrung mit Netzwerken“, benennt Götz den wesentlichen Grund für die interne Kooperation. Am Anfang funktionierte die nicht so glatt. „Jeder kommunizierte erst einmal ganz normal in seiner eigenen Fach-Fokussierung – für Kollegen aus anderen Bereichen war das nicht immer verständlich. Wir mussten deshalb zunächst eine gemeinsame Sprache finden, damit auch alle Beteiligten wussten, was gemeint war“, erzählt Götz.

Zusammenarbeit von Technik und IT als Voraussetzung

Foto: Flughafen München GmbH

Längst funktioniert am Flughafen die Zusammenarbeit von IT und Technik sehr gut. „In den letzten drei bis fünf Jahren sind Vertrauen und Zutrauen gewachsen“, sagt der IT-Mann zufrieden. Für die jetzt anstehende digitale Weiterentwicklung des Flughafens ist damit schon eine wichtige Voraussetzung geschaffen: Die Bereiche IT und Technik müssen ihre Kompetenzen gleichermaßen einbringen, wenn die physische Welt auf dem Gelände ihren Anschluss ans Internet bekommen und so Teil des Internet of Things werden soll.

Die Wahl der passenden technologischen Basis ist dabei für ein Unternehmen wie den Flughafen München nicht einfach: Die erforderliche Vernetzungstechnik soll im Idealfall auf der gesamten Fläche des 1575 Hektar großen Areals – das entspricht rund 2200 Fußballfeldern – verfügbar sein. Sie darf die bereits bestehenden Technologien am Flughafen auf gar keinen Fall stören. Und selbstverständlich muss sie zuverlässig neben den bereits jetzt vorhandenen Technologien funktionieren – viele sind bereits vorhanden: LAN und WLAN vernetzen in Büros, Läden und Fluggastbereichen, nahezu jeder nutzt die verschiedenen Mobilfunknetze mit seinem Mobiltelefon auch am Airport, und selbst Nahbereichslösungen wie Bluetooth dürfen nicht beeinträchtigt werden, weil es auf Unverständnis bei Fluggästen stoßen würde, wenn sie Musik nicht mehr über ihren Drahtlos-Kopfhörer genießen könnten.

Außerdem gilt es zu entscheiden, ob der Flughafen als Unternehmen die Vernetzungsinfrastruktur selbst aufbaut oder von einem externen Partner nutzt. „Als Unternehmen machen wir vieles selbst. Gemeinsam mit unserer Tochter eurotrade betreiben wir zum Beispiel die gesamte IT-Infrastruktur in den Geschäften der Terminals, bis hin zu den Kassensystemen“, sagt Götz nicht ohne Stolz. „So haben wir alles gut im Griff und können relativ schnell entscheiden, wenn wir etwas ändern wollen.

Bei den Überlegungen, mit welchen konkreten Projekten der Weg zur Smart-City beschritten wird, sah man sich die Angebote der Telekommunikationsanbieter an. „Bei Telefónica ist man sehr offen auf unsere Anfrage eingegangen, hat uns durch die Entwicklungs- und Testlabore geführt, uns gezeigt, wo das Unternehmen in Sachen IoT steht“, lobt Götz. Daraus hat sich eine Reihe von Treffen und Workshops entwickelt, in denen mögliche IoT-Pilotprojekte für den Flughafen erarbeitet wurden. Das erste steht jetzt vor der Inbetriebnahme.

IoT für mehr Effizienz und neue Services

Das Internet der Dinge ist kein Selbstzweck. Wir wollen die Effizienz steigern oder neue Services ermöglichen“, erklärt Götz. In einem Bereich, der sich in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt hat, ist das am Flughafen relativ leicht möglich: beim Smart-Metering. „Sehr viele Zähler für Strom und Wasser liegen in unserer Hoheit, in den Gebäuden direkt auf unserem Gelände und in den Liegenschaften im Umkreis von 10 Kilometern, die dem Flughafen gehören“, erläutert Götz. „Die müssen mindestens einmal im Jahr, viele auch monatlich abgelesen werden.“ Ein hoher Aufwand – und in Echtzeit lässt sich der Stromverbrauch so nicht erfassen, ein zeitnahes Eingreifen bei unvorhergesehenen Veränderungen ist nicht möglich.

Der Smart Meter Connect von Telefónica.

Smarte Lösung für den Übergang von der analogen in die digitale Welt

Q-loud EnergyCam

Doch so viele analoge Zähler lassen sich nicht einfach so im laufenden Flughafenbetrieb gegen digitale austauschen. Deshalb hat der Flughafen München mit Telefónica Deutschland und Technologiepartner Huawei eine sehr smarte Lösung erarbeitet, mit der ältere, analoge Systeme in die digitale Welt gebracht werden können: Dafür kommt die EnergyCam zum Einsatz, ein Kamerasystem, das der Full-Stack IoT-Anbieter Q-loud, eine Tochter der QSC AG, entwickelt hat und das den Zählerstand eines klassischen Rollenzählers erfasst. Eine integrierte Software analysiert das Bild, erkennt den angezeigten Zählerstand und überträgt diesen digitalisiert per Narrow-Band-IoT im Telefónica-Netz an die Huawei-Plattform „Ocean Connect“. Hier kann die Flughafen-IT auf die Daten zugreifen und zur Analyse nutzen. „Wir sind froh, dass wir für dieses Pilotprojekt in Huawei einen sehr kompetenten und engagierten Partner an unserer Seite haben“, lobt Marc Acosta, Account-Manager bei Telefónica in Deutschland, die als Generalunternehmen für das Projekt agiert. „Die Kollegen bei Huawei arbeiten sehr kooperativ und konstruktiv, sodass wir gemeinsam die Testinstallation der optischen Zählererfassung realisieren konnten.

Für die Datenübertragung per Narrow-Band-IoT (NB-IoT) sprechen mehrere Gründe: Der Energieverbrauch für die Kommunikation ist gering – die Technologie macht Batterielaufzeiten für entlegene Messsysteme von bis zu zehn Jahren möglich. Zudem sind Reichweite und Durchdringung des NB-IoT-Funksignals hoch; es reicht tief ins Gebäudeinnere selbst bis in Kellerräume hinter dicken Mauern.

Telefónica hat bereits mit dem noch jungen Mobilfunkstandard innerhalb des Konzerns Erfahrung gesammelt: In Chile hat das Unternehmen im vergangenen Jahr erfolgreich eine Telemetrie-Lösung getestet. Für den Piloten am Flughafen schaltet Telefónica zum ersten Mal in Deutschland die Narrow-Band-IoT-Übertragungstechnik in einem produktiven Kundenumfeld frei. Diese steht dem Kunden während des Piloten dauerhaft zur Verfügung.

Alle zwei Stunden statt einmal jährlich

Wir sind sehr gespannt auf den Verlauf unseres ersten Narrow-Band-Tests“ gibt Flughafenmann Götz zu. „15 Kamerasysteme werden installiert. Mit ihnen wollen wir vor allem die Machbarkeit überprüfen: Ist Narrow-Band für uns die richtige Vernetzungstechnik?“ Die Systeme übertragen alle zwei Stunden die Stromzählerstände. Möglicherweise wird das Übertragungsintervall auf 15 Minuten verkürzt. „Wir wollen auch lernen, was wir mit den Daten anfangen, die wir jetzt sammeln können. Wir stehen noch am Anfang des Internet of Things. Jetzt gilt es, erste Erfahrung zu sammeln und daraus die passenden Lösungen für unseren Betrieb abzuleiten“, so Götz.

Weitere Anwendungen sind bereits in den Fokus der Überlegungen zur Digitalisierung gerückt: Die Beleuchtungssysteme, insbesondere für das Flugfeld, könnten durch intelligente Vernetzung so clever gesteuert werden, dass sie weniger Strom verbrauchen. Und die Gepäck-Container, die Dollys, könnten durch eine Vernetzung beispielsweise auf dem Vorfeld des Flughafens verfolgt werden. Doch dabei gilt es, noch spezielle Herausforderungen zu lösen: Bei der Ortung im Gebäude reichen die üblichen Koordinaten nicht. Vielmehr muss auch die Ebene, die richtige Etage ermittelt werden. Diese Ortung muss bis in die Untergeschosse des Flughafengebäudes funktionieren.

Show-Case für die Smart-City von morgen

Wir erleben durch die Digitalisierung einen dramatischen Wandel in nahezu allen Bereichen. Am Flughafen sind wir stolz darauf, bei der Einführung einer neuen Technologie wie Narrow-Band-IoT dabei zu sein“, sagt Götz. Die digitale Zukunft des Flughafens zu gestalten, macht ihm sichtlich Spaß. Der IT-Mann ist überzeugt: Als Show-Case für die Smart-City kann der Flughafen München seine Position als ein führender und international hoch anerkannter Airport ausbauen.

Pilot in der Praxisdemo

Auf der Hannover Messe vom 23. bis 27. April zeigt Huawei das System, das in Zusammenarbeit mit Telefónica Deutschland am Flughafen München analoge Stromzähler in die digitale Welt bringt. In München können Sie das System auf dem Event „Innovation & Style 2018“ kennenlernen.

Innovation & Style 2018

Viele Show Cases im IoT & M2M Umfeld, sowie unsere digitalen Festnetz- und Mobilfunklösungen der Zukunft, zeigen wir Ihnen vom 20. – 21.04.2018 am Telefónica Deutschland Stand, auf der Innovation & Style 2018. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit unsere Innovationsinitiative Wayra, den Start-up Track der Telefonica Deutschland, kennen zu lernen.

Platz Eins für Telefónicas IoT Smart Center Plattform

Telefónica Deutschland sichert sich bei der diesjährigen Funkschau-Leserwahl den ersten Platz in der Kategorie M2M-Dienste / Plattformen. 14 weitere Teilnehmer standen zur Auswahl, aber nach Auszählung der insgesamt 125.000 abgegebenen Leserstimmen, setzte sich die IoT Smart Center Plattform von Telefónica gegen die anderen Mitbewerber durch. Mit dieser Technologie wird einer der bedeutendsten Wachstumsbereiche der IoT und M2M-Kommunikation ausgezeichnet.

Telefónica bietet mit seiner Lösung einer automatisierten Datenübertragung zwischen Objekten und Maschinen einen hochmodernen IoT Connectivity Hub, der allen Kunden eine unkomplizierte Verwaltung von IoT-Verbindungstechnologien ermöglicht. Insbesondere die Effizienz und Einfachheit des Managementsystems dürfte die Funkschau-Leser überzeugt haben.

IoT Smart Center Plattform: M2M- und IoT-Verbindungen intelligent managen

„Mit unserer IoT Smart Center Plattform geben wir unseren Kunden ein Werkzeug an die Hand, um kosteneffizient ihre Geschäftsprozesse zu analysieren und zu optimieren. Die Auszeichnung der Funkschau ist eine tolle Bestätigung dafür, dass unsere Kunden mit unserem Produkt zufrieden sind. Darüber freuen wir uns natürlich“, so Dirk Grote, Leiter des Geschäftskundenbereichs der Telefónica in Deutschland.

Ein herausragendes Merkmal der Plattform ist, dass alle Funktionen zur Visualisierung, Kontrolle und Überwachung sämtlicher Datenkommunikation von unterschiedlichen Geräten und Maschinen in nur einer Weboberfläche zusammengefasst sind. Somit haben Geschäftskunden aufgrund höherer Transparenz und trotz minimalen Aufwands volle Kontrolle über den weltweiten Einsatz ihrer Lösungen.

Die nützlichen Analyse-Tools der Smart Center Plattform garantieren den Kunden außerdem tiefe Einblicke in das Nutzungsverhalten einzelner Geräte und ermöglichen zum Beispiel die einfache Konfiguration von Benutzerkonten, Berechtigungskonzepten oder Tarifeinstellungen.

Dank IoT-Technologie: Zu jeder Tageszeit unkompliziert Pakete empfangen

Wie die IoT Smart M2M Plattform ganz praktisch im Alltag Anwendung findet, zeigt der Service von PAKETIN. Das Unternehmen hat einen Paketkasten entwickelt, in dem Pakete unkompliziert zu jeder Tageszeit abgelegt werden können, und garantiert somit eine Zustellung, auch wenn der Empfänger nicht zu Hause ist. Jeder Logistikdienstleister kann diese Warenübergabelösung bequem über einen Anruf beim Paketkasten bzw. durch die dafür eigens entwickelte PAKETIN-App verwenden. Jörg Hänel, Geschäftsführer der PAKETIN GmbH lobt dabei die praktische Digitale Lösung des Herstellers Telefónica: „Die Telefónica IoT Smart Center Plattform erleichtert die Überwachung der Paketkästen enorm. Außerdem war die Einbindung der Technologie in den gesamten Fertigungsprozess unserer Kästen äußerst unkompliziert und simpel.“

So durchdringt Narrowband-IoT alle Wände

Mit Narrowband-IoT lässt sich auch in den entlegentsten Gebäudewinkeln mobil kommunizieren, betont Helmut Schnierle von Telefónica Deutschland.

Redaktion: Herr Schnierle, im Internet der Dinge fällt immer wieder der Begriff Schmalband-Internet, neudeutsch Narrowband-IoT (NB-IoT). Was steckt dahinter?

H. Schnierle: Die Technologie zählt zu den vielversprechendsten Innovationen im Bereich der M2M-Kommunikation für das Internet der Dinge. Besonders lange Batterielaufzeiten von bis zu zehn Jahren bei Devices mit NB-IoT-Technik eröffnen ganz neue Lösungen. Diese schmalbandige Technologie macht all das möglich – entwickelt werden können kostengünstige Lösungen mit niedrigem Energiebedarf und hoher Gebäudedurchdringung sowie Reichweite. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig und die Zahl der Anwendungen endlos.

Redaktion: Welche Vor- und welche Nachteile kann die Kommunikation via Narrowband-IoT mit sich bringen?

Schnierle: Die Narrowband-IoT-Technologie hat sehr geringe Anforderungen an den Energieverbrauch. Dadurch lassen sich viele Anwendungsbereiche mit eingebauten Sensoren ermöglichen, die ohne externe Energiequelle auskommen müssen. Narrowband IoT hat außerdem den Vorteil, auch in die Winkel des Hauses zu kommen, die andere Funkstandards nicht optimal durchdringen. Nicht geeignet ist diese Technologie zur Übertragung großer Datenmengen.

Redaktion: Inwieweit ist Narrowband-IoT hierzulande bereits verbreitet?

Schnierle: Im Pilotnetz des 4,5-G-Forschungsprojektes „Tech City“ von Telefónica Deutschland und Huawei in München haben wir Narrowband-IoT (NB-IoT) erfolgreich implementiert. Damit sind wir in der Lage, die Technologie in diesem Jahr in Deutschland auszurollen. Dabei können wir auf die Erfahrungen von Telefónica in Chile zurückgreifen. Dort wurde die Technologie bereits in einem umfangreichen Feldtest mit smarten Wasserzählern im Alltag getestet.

Redaktion: Für welche Zwecke wird Narrowband-IoT vor allem genutzt? Können Sie uns bitte einige Anwendungsbereiche skizzieren?

Schnierle: Bei uns kann die NB-IoT-Technologie in zwei Bereichen zum Einsatz kommen. Zum einen in Lösungen für IoT für Business-Anwendungen beispielsweise smarte Wasserzähler. Parallel dazu arbeitet das Tochterunternehmen Telefónica Next an IoT-Anwendungen für Endkonsumenten, wo NB-IoT ebenfalls zur Anwendung kommen soll.
Bei der digitalen Wasserzähleranbindung mit Hilfe von NB-IoT sind wir in Chile bereits über einen einfachen Labortest hinaus. Die umfangreichen Technologietests in Südamerika belegen die Funktionalität der Wasserzähler-Fernmesslösung unter realen Bedingungen. Mit diesem Test haben Huawei, Kampstrup und wir das erste große Projekt mit Narrowband-IoT in Lateinamerika verwirklicht.

Das Internet der Dinge hat aber auch im Endkundenbereich noch starkes Wachstumspotential. Darauf fokussiert sich bei uns Next. So könnten wichtige bewegliche Gegenstände im Haushalt einen eingebauten Diebstahlschutz bekommen. Auch Sensoren zur automatischen Nachbestellung von alltäglichen Verbrauchsgütern könnten über Narrow-Band-IoT kommunizieren. Narrow-Band-IoT hat außerdem den Vorteil, auch in die Winkel des Hauses zu kommen, die andere Funkstandards nicht optimal durchdringen. Das ermöglicht auch die Vernetzung von Gegenständen an Orten wie dem Keller.

Redaktion: Wie ist es bei Datenübertragungen via Narrowband-IoT um die Sicherheit bestellt? Wie lässt sich vermeiden, dass IoT-Geräte als Angriffsziele für Hacker dienen?

Schnierle: Narrowband-IoT greift auf bewährte 4G-Sicherheitsmechanismen zur Sicherstellung von Integrität und Vertraulichkeit der Daten zu. Ausschlaggebend für die E2E-Security sind allerdings außerhalb des Mobilfunknetzes liegende Vorkehrungen zur Sicherheit auf den Endgeräten selbst sowie auf Komponenten, die zum Mobilfunknetz hin terminieren.

Internet der Dinge richtig vernetzen

Vernetzungstechniken im Überblick

Das Internet der Dinge erfordert Vernetzungstechnologien, die auf die Anforderungen der speziellen Anwendung abgestimmt sind. Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Vernetzungstechniken.

Industrie 4.0, Smart Home, Smart City – das Internet der Dinge erfasst alle Wirtschafts- und Lebensbereiche. Bis in die hinterste Ecke im Keller, bis an die entfernt gelegene Windkraftanlage, in die abgeschirmte Produktion und unter den Straßenbelag müssen Vernetzungstechnologien reichen, wenn überall Sensoren, Motoren, ganze Maschinen und Anlagen zum Internet der Dinge verbunden werden sollen. Eine ganze Reihe sehr unterschiedlicher Technologien stehen dafür zur Verfügung: kabelgebundene und kabellose, zum Überbrücken von kurzen oder auch großen Distanzen, für kleine Datenpakete und große Datenströme in Echtzeit. Sie haben alle ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Die eine, für alle Anwendungen passende Vernetzungstechnologie gibt es nicht. Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Technologien und deren Eigenschaften, Vor- und Nachteile sowie Anwendungsbeispiele.

Festnetzverbindung

Deutschland ist zumindest in den besiedelten Gebieten flächendeckend per Festnetz versorgt. Fast alle Haushalte sind über ihr Festnetz an das Internet angeschlossen, die meisten per DSL. Das funktioniert selbstverständlich auch für einzelne Anlagen und smarte Geräte. Grundsätzlich lässt sich diese Verbindung für die Datenkommunikation mit Elementen im Internet der Dinge nutzen. Der Haken: Die Kommunikation läuft immer über einen Router, der als zusätzliches, stationäres Gerät die eigentliche Verbindung zum Internet herstellt. Das erhöht den technischen Aufwand, weil ein weiteres Gerät administriert und gewartet werden muss. Außerdem ist ein zusätzlicher Stromverbraucher in Betrieb. Der Nachteil „Router“ kann aber auch ein Vorteil sein: Als Gateway kann er die Kommunikation von vielen Sensoren und intelligenten Maschinen bündeln und ins Internet weitergeben – und umgekehrt.

Ein Konzept, das sich für viele IoT-Anwendungen anbietet. Die meisten Smart-Home-Anwendungen funktionieren so. Viele von ihnen funken in einem lizenzfreien Band die meist geringen Datenmengen zur Steuerung etwa der Heizung an eine zentrale Einheit, die an den heimischen Router angeschlossen ist.

Mobilfunk

Mit dem Mobilfunk lässt sich jedes Gerät direkt ins Internet der Dinge einbinden. Entsprechende Kommunikationsmodule sind längst so sehr verkleinert worden, dass sie sich in nahezu jedem Gehäuse unterbringen lassen. Der offensichtliche Vorteil des Mobilfunks: Er ist quasi überall verfügbar, erfordert keine eigene Leitung zum IoT-Gerät und ermöglicht auch mobile Anwendungen. Im Wesentlichen stehen in Deutschland vier Funknetze zur Verfügung: das seit langem etablierte GSM-Netz, das UMTS-Netz, das Bündelfunknetz und das moderne LTE-Netz.

Einen nicht zu vernachlässigenden Vorteil bringt der Mobilfunk außerdem mit sich: Mobilfunknetze gelten als sicher, weil sie von den großen Providern entsprechend zuverlässig geschützt werden.

Der Einsatz von Technologien wie Virtual Private Networks (VPN) auf der Basis von Multiprotocol Label Switching (MPLS) sorgt zusätzlich nicht nur für eine zuverlässige Verschlüsselung, sondern auch für festgelegte Pfade, eine definierte Bandbreite und Geschwindigkeit sowie Zuverlässigkeit des Datenverkehrs.

Mögliche Funktechnologie für Smart Grids und ihre Eigenschaften

Quelle: VDE

Wichtigstes Kriterium für die Wahl der passenden Mobilfunktechnik ist selbstverständlich die Netzverfügbarkeit. Zwar erreichen alle Techniken von allen Anbietern in Deutschland im Wesentlichen eine flächendeckende Versorgung, doch im Einzelfall gilt es immer zu prüfen, ob die gewünschte Technik auch genau am geplanten Standort verfügbar ist. Hinzu kommt die unterschiedliche Durchdringung der Funkwellen etwa von Gebäuden. Mauerwerk, Beton und Stahlarmierung senken die Reichweite der Mobilfunknetze deutlich.

Nach einer Studie von Telefónica Deutschland sind deshalb beispielsweise rund 25 Prozent der Stromzähler, meist im gut abgeschirmten Keller installiert, in Deutschland nicht per Mobilfunk erreichbar – und zwar unabhängig vom Netzbetreiber.

Funknetze im niedrigeren Frequenzbereich bieten hier Vorteile, weil sie mit ihrer größeren Wellenlänge Bauwerke besser durchdringen. In einer Fallstudie hat die Universität Dortmund beispielsweise festgestellt, dass in einem städtischen Umfeld per UMTS im 2,1-GHz-Netz beispielsweise nur knapp 36 Prozent der Haushalte entsprechend angebunden werden können, im GSM-Netz von 900 MHz immerhin knapp 79 Prozent.

Für optimale Konnektivität per Mobilfunk bieten sich Kommunikationslösungen an, die Roaming ermöglichen. So erlaubt die Global SIM von Telefónica technisch die Verbindung mit jedem verfügbaren Mobilfunknetz; in der neuesten Generation gilt das auch für LTE. Roaming ist damit nicht nur möglich, wie es viele im internationalen Reiseverkehr kennen, sondern auch national: Selbst innerhalb von Deutschland lassen sich mit der Global SIM standardmäßig die Mobilfunknetze aller Wettbewerber nutzen – ohne zusätzliche Technik und Rechnung.

Doch auch so lassen sich nicht alle möglichen Geräte an allen Standorten vernetzen. Vorhandene Lücken müssen über weitere Kommunikationstechnologien geschlossen werden. Dafür bieten sich zum Beispiel selbstorganisierende Netzwerke an, sogenannte Mesh-Netzwerke, die zwischen verschiedenen Geräten oder zwischen Gateways aufgebaut werden. So überbrücken sie die fehlende direkte Anbindung ans Internet.

Neues Potenzial dank Narrow-Band

Neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnet die Narrow-Band-LTE-Technik. Sie nutzt die LTE-Mobilfunknetze, ist aber auf geringen Energieverbrauch hin optimiert. Dafür beschneidet sie die sonst mögliche Datenbandbreite per LTE. Sie ermöglicht Geräte, die zum Beispiel per einfacher Batterie mit Strom versorgt werden und zehn Jahre lang ohne Batteriewechsel Daten ins Internet der Dinge funken können.

Diese Technologie lenkt den Blick auf essenzielle Größen für die Wahl der richtigen Vernetzungstechnik im Internet der Dinge – neben der eigentlichen Netzanbindung: Welche Datenmengen müssen in welcher Zeit übertragen werden? In einer groben Näherung gilt die einfache Faustformel: Je weniger Daten mit geringerer Bandbreite versendet werden, desto niedriger ist der Stromverbrauch. Diesen Zusammenhang macht sich Narrow-Band-LTE zunutze. Diese Technik bietet sich deshalb vor allem bei Anwendungen an, die nur wenige Daten senden. Zum Beispiel Sensoren, Zähler oder Steuerungen, die eher selten oder nur im Kilobytebereich senden und empfangen. Telefónica hat mit dieser Technologie in Chile bereits ein großes Projekt zur Ausstattung von Smart-Metern erfolgreich durchgeführt. Ein anderes Anwendungsbeispiel: Sensoren im Straßenbelag, die einfach nur melden, ob ein Parkplatz belegt ist oder nicht.

Große Erwartungen an 5G

Größere Bewegung in den Markt der Verbindungstechnologien wird die nächste Mobilfunk-Generation bringen, 5G. Sie stellt den Zusammenhang zwischen Datenvolumen, Bandbreite und Stromverbrauch fast auf den Kopf und bringt wesentliche Vorteile, die gerade für das Internet der Dinge von großer Bedeutung sind: Sie kommt mit rund zehn Prozent der Energie der bisherigen Technik aus, erlaubt noch breitbandigere Anbindungen und reduziert die Latenzzeit auf ein bis zwei Millisekunden. Damit werden Reaktionen quasi in Echtzeit möglich. Doch bis 5G in der Breite verfügbar wird, vergehen noch ein paar Jahre. In diesem Jahr sollen die internationalen Standards für 5G festgezurrt werden, im Jahr 2018 ist mit ersten Pilotnetzen in 5G-Standard zu rechnen. Kommerzielle Netze werden wohl frühestens ab 2020 freigeschaltet, eine gute Versorgung in Ballungsräumen und an wichtigen Verkehrsrouten soll bis 2025 erreicht werden.

Neben den Mobilfunktechniken lassen sich selbstverständlich auch bekannte Funkstandards wie WLAN und Bluetooth für die Vernetzung im Internet der Dinge nutzen. Sie erfordern in der Regel ein Gateway, das die Daten ins öffentliche Internet weiterleitet. WLAN erlaubt mittlerweile Bandbreiten bis in den Gigabit-Bereich; Bluetooth wird eher in Richtung niedriger Energieverbrauch optimiert und erhält dann das Kürzel LE für „Low Energy“. Beide Techniken sind aber nur im näheren Umfeld geeignet – Bluetooth für Reichweiten von zehn Metern, WLAN bis zu 100 Metern.

5G connect conference

Telefónica gibt einen Ausblick auf die Gigabit-Netze der Zukunft

Bei der diesjährigen „connect conference“ in München war Telefónica mit zahlreichen Experten vor Ort und zeigte Chancen und Herausforderungen des zukünftigen 5G-Standards auf. Cayetano Carbajo Martín, CTO – Managing Director Networks von Telefónica, gab den Konferenz-Teilnehmern in seiner Keynote mit auf den Weg, den Rollout des neuen Mobilfunkstandards bei aller Euphorie auch differenziert zu beleuchten.

Welchen Mehrwert bringt der neue Standard sowohl Betreibern als auch Nutzern gegenüber etablierten 3G und 4G-Netzwerken? Welche Rolle spielt der aktuelle Rollout von 4G für 5G? Ist 5G eine „one network fits it all“-Lösung? Diese und weitere wesentliche Fragen hat Telefónica-CTO Cayetano Carbajo Martín am 1. Juni anlässlich einer 5G Konferenz der Fachzeitschrift connect in München beantwortet:

Foto: Lukas Barth

“We at Telefónica see the revolutionary side of 5G: The network architecture will change radically! Concepts like Network Function Virtualization (NFV) and Network Slicing will allow a more efficient use of hardware components which are the base for many innovative applications. Software defined network (SDN) based on a fiber optic network will enable a smooth rollout. This means that 4G/LTE will be the last “One network fits it all”.”

Die Mobilfunkanbieter sind sich einig

Während der 5G Konferenz hat sich eines deutlich herauskristallisiert: „Race for Peak Rates“ bringt die Mobilfunkanbieter auf dem Weg zu 5G nicht weiter

– diese Meinung vertritt nicht nur Cayetano Carbajo Martín CTO – Managing Director Networks von Telefónica, sondern auchMichael Reinartz, Bereichsleiter Innovation, von Vodafone sowie Martin Bouchard, Senior Vice President Technische Planung & Rollout, der Telekom. Im Fokus steht die User Experience: Nutzer sollen ihre Dienste störungsfrei nutzen können, beispielsweise beim Streamen von Videos oder Musik. Das muss unabhängig davon möglich sein, ob die Bandbreite 10, 100 oder 500 Mbps beträgt.

Das ist die Zukunft des Netzes

Kunden profitieren mit dem zukünftigen 5G-Netz vonniedrigeren Latenzzeiten und einer hohen Zuverlässigkeitfür besonders anspruchsvolle Applikationen. Es verbindet sämtliche digitalen Devices und zwar weit über die Vernetzung, die uns M2M-Lösungen heute bieten hinaus. Selbst die Interaktion des 5G-Mobilfunknetzes mit anderen Netzwerken wie WiFi und LTE sind dann möglich. Wirtschaftlich ist das neue Gigabit-Netz ebenfalls. DerEnergieverbrauch lässt sich insbesondere bei IoT-Anwendungen massiv reduzieren. Einige Anwendungen werden in Zukunft mehr als zehn Jahre mit nur einer Batterie auskommen. Auch wenn noch niemand alle zukünftigen Use-Cases voraussagen kann, eröffnen sich mit 5G drei bedeutende neue Geschäftsfelder:

Cayetano Carbajo Martín, CTO – Managing Director Networks
Foto: Jörg Borm

Cayetano Carbajo Martín ist überzeugt, dass Telefónica maßgeblich den Wandel zu 5G vorantreiben wird:

“Telefónica is very optimistic that we as a mobile communication provider will always be able to make a difference by offering our long-term industry experience, valid client contacts and connectivity as managers of big networks. And: Telefónica as a provider with a high level competence will be part of the new ecologic system”.

Ein erstes Gefühl in Richtung 5G vermittelt das Münchener Tech City-Projekt von Telefónica: Das 4,5G-Hochgeschwindigkeits-Mobilfunknetz dient derzeit auch als Test- und Forschungsumgebung für den zukünftigen Standard.

Anwendungen, die gleichzeitig geringe Latenzzeiten und hohe Übertragungsraten benötigen, werden in dem Pilotnetz auf ihre Praxistauglichkeit getestet. Die leistungsfähige Systemtechnik stellt der langjährige Technologiepartner Huawei bereit. Bei diesem Münchener Tech City-Projekt gelang es den beiden Unternehmen Ende Februar 2017, weltweit erstmals in einem Feldversuch Massive MIMO im Frequenzbereich um 3,5GHz Ende zu Ende einzusetzen und erzielte eineDatenübertragungsgeschwindigkeit von 650 Mbps. Mit der Zusammenlegung von fünf lizensierten LTE-Frequenzbändern verzeichneten die Unternehmen Anfang März den nächsten Erfolg indem sie eine maximale Peak-Downloadrate von 1,65 GBit/s erreichten. Gemeinsam bereiten die beiden Treiber der Digitalisierung in Deutschland den Weg zu 5G.

Ein weiteres Großprojekt setzen Telefónica und Ericsson auf der A9 zwischen München und Nürnberg um. Mit 5G Connected Mobility arbeiten sie an der vernetzten Mobilität der Zukunft. Reale Anwendungsumgebungen bieten die optimale Voraussetzung für praxisnahe Tests. Damit wird die Autobahn zum digitalen Testfeld für Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation in Echtzeit.

Dimension des digitalen Wandels

Von All-IP bis Narrowband-IoT: Über Treiber und Dimensionen des digitalen Wandels.

Der digitale Wandel bündelt drei Strömungen: die Digitalisierung, die Vernetzung und die Mobilität. Jede dieser Entwicklungen verursacht erhebliche Veränderungen auf allen Ebenen von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Jetzt sind wir an einem Punkt angelangt, an dem diese drei ineinandergreifen und traditionelle Abläufe disruptiv verändern können. Das gilt insbesondere für die Wirtschaft und ihre Prozesse.

Inhalt meiner zahlreichen Gespräche mit Vertretern des Mittelstands auf der diesjährigen CeBIT war fast immer die Veränderung im Zuge der Digitalen Transformation. In den Gesprächen wurde vor allem deutlich:

Der Mittelstand hat die auf sie zukommenden Herausforderungen zum großen Teil erkannt und sucht nach neuen Vernetzungsmöglichkeiten und Ideen für die Weiterentwicklung ihrer Herstellungsprozesse, Produkte und Dienstleistungen auf Basis der Digitalisierung.

Der Herstellungsprozess in mittelständischen Betrieben wird heute meist vom Produktionsverantwortlichen selbst isoliert gehandhabt. Dabei gibt es unterschiedlichste Störfaktoren: Maschinenausfälle, fehlende Rohstoffe oder Bestellprozesse können den geplanten Produktionsablauf beeinflussen. Um hier aus einem reaktiven in einen aktiven Modus zu gelangen, ist es notwendig, realistische Daten der Produktion digital zu erfassen, auszuwerten und zukünftigen Planungen zu Grunde zu legen. Das bedeutet, dass die Digitalisierung aller Produktionsdaten und die Vernetzung aller Produktionsmaschinen, Standorte und Logistikketten nötig ist.

Der digitale Wandel und seine Dimension wird besonders im Bereich des sogenannten Internet of Things (IoT) deutlich: Die Bandbreite neuer Produktentwicklungen zeigt, dass zahlreiche Mittelständler die Transformation bereits in die Realität umsetzen. Der Markt des Internets der Dinge gewinnt immer rasanter an Größe, da beispielsweise schmalbandige Übertragungstechniken ganz neue Anwendungsfelder eröffnen, von der Frachtüberwachung in der Logistik über drahtlose Überwachungssensorik von Anlagen bis hin zu Smart Metering-Lösungen.

Welche Felder werden dieses Jahr den digitalen Wandel vorantreiben?

IoT-Evolution durch NB-IoT: Mit dem Narrowband Internet of Things (kurz: NB-IoT) stehen wir am Anfang einer Evolution im Bereich des Internets der Dinge. Nachdem die Standardisierung für diese Technologie Ende letzten Jahres abgeschlossen wurde, nimmt das Thema insgesamt an Fahrt auf. Analysten schätzen, dass bis zum Jahr 2023 rund drei Milliarden Geräte über NB-IoT verbunden sein werden. Die Narrowband-Anbindung ist eine kostengünstige Lösung mit niedrigem Energiebedarf sowie hoher Gebäudedurchdringung und Reichweite. Von Lokalisierungsanwendungen in der Logistik über digitale Sensorik an abgelegenen Orten und intelligente Infrastrukturservices in unseren Großstädten bis hin zu flächendeckenden Smart Metering-Lösungen sind nutzenorientierte Anwendungen denkbar oder bereits auf den Weg gebracht. Die Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M), wie sie gerade in der Vernetzung von Lieferanten, Produktion und Kunden immer stärker an Bedeutung gewinnt, sowie die Datenanalyse werden die digitalen Geschäftsmodelle weiter vorantreiben.

Netztechnologie verändert sich – das Ende von ISDN kommt näher: Der digitale Wandel zeigt sich aber auch in der kommunikativen Infrastruktur, von der die Unternehmen unmittelbar abhängen – dem Festnetz. Um ihre Herstellungs- und Dienstleistungsprozesse zukunftssicher zu machen, haben Mittelständler akuten Handlungsbedarf bei ihrer Festnetzanbindung. Hintergrund ist, dass bis 2018 alle ISDN-Anschlüsse durch die Deutsche Telekom gekündigt und einheitlich auf IP-Telefonie umgestellt werden. Bisher haben sich viele Mittelständler mit dem Thema wenig oder überhaupt noch nicht auseinandergesetzt. Das ist erstaunlich, da für nahezu alle Unternehmen das Festnetz eine der wichtigsten Voraussetzungen reibungsloser Geschäftsprozesse ist.

Partnerschaften: Aus meiner Sicht sind gerade Partnerschaften der zielführende Weg, um in einem durch den digitalen Wandel geprägten Umfeld langfristig erfolgreich bleiben zu können. Nur eine Bündelung unterschiedlicher Kompetenzen und verschiedener Partner führt zum Erfolg. Telefónica Deutschland bringt beispielsweise bei Mobil- und Fixnet-Lösungen, M2M-Kommunikation und Datenanalysen seine Erfahrung und seine Kompetenzen für Partnerschaften mit dem Mittelstand ein. Wir vernetzen nicht einfach nur Menschen oder Maschinen, sondern stellen zudem Kunden und Partnern das Know-how für die Veränderungen durch den digitalen Wandel bereit.

Digital Innovation Day 2017

Digitalisierung praktisch

Nichts ist überzeugender als die Praxis. Deshalb zeigt Telefónica auf dem Digital Innovation Day am Mittwoch, 27. September 2017, mit Partnerunternehmen, wie Digitalisierung konkret funktioniert und wie aus der intelligenten Vernetzung neue Services und Business-Modelle entstehen.

„IT“ ist out, „digital“ ist in. Nicht mehr die Informationstechnologie an sich zählt, sondern eine ihrer wichtigen Eigenschaften: „Digital“ ermöglicht es, Daten, Informationen und Services orts- und zeitunabhängig anbieten und nutzen zu können; in Verbindung mit dem 3D-Druck erlaubt „digital“ dies sogar für Gegenstände. Nicht zuletzt deshalb heißt der ehemalige „Nationale IT-Gipfel“ in diesem Jahr zum ersten Mal „Digital-Gipfel“.

Zahlreiche Vorträge zum Thema Digitale Transformation auf dem Digital Innovation Day

Im Kern geht es nicht mehr vordergründig um Informations- und Telekommunikationstechnologie, sondern um die Digitalisierung in ihrer ganzen Breite, von der Kultur- und Kreativwirtschaft bis hin zur Industrie 4.0.

Foto: www.ipsos.com

Das Thema kommt mittlerweile auch bei der breiten Bevölkerung positiv an, wie eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts Ipsos anlässlich der Digitalkonferenz re:publica ermittelt hat: Mehr als jeder zweite Deutsche (54 Prozent) sieht die Digitalisierung positiv, nur gut jeder Zehnte (11 Prozent) steht dieser Entwicklung negativ gegenüber. Da scheint die sonst weit verbreitete Skepsis in Deutschland gegenüber neuen Technologien nicht mehr die große Rolle zu spielen.

Für den Erfolg deutscher Unternehmen ist das denn auch entscheidend – denn nach der Digitalisierung von Information, Kommunikation, Handel und vielerlei Services mit starker Verbraucherorientierung, bei der die USA die Vorreiterrolle eingenommen haben und Europa die meisten Angebote als Nutzer übernommen hat, geht es jetzt um die Digitalisierung im Kern der hiesigen Wirtschaft.

Maschinen- und Anlagenbau, Mobilität, Chemie, Handwerk – vom Kleinunternehmen bis zum internationalen Konzern –, in allen Wirtschaftsbereichen arbeiten Firmen daran, die Möglichkeiten der ITK-Technologien für neue, wettbewerbsfähige Angebote zu nutzen. Die beiden großen Leitmessen in Deutschland, Cebit und Hannover Messe, haben gezeigt, dass hier ein großes Potenzial liegt, das Unternehmen immer stärker für sich und ihre Kunden nutzen.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt Telefónica am Mittwoch, 27. September 2017, auf dem Digital Innovation Day. In den Münchner Eisbach Studios können Sie in einer Ausstellung, in Vorträgen und in Break-out-Sessions erfahren, wie Sie die Digitalisierung für Ihr Unternehmen und Ihr Geschäft nutzen können. Hier finden Sie den Bauplan für die Digitalisierung. Neben Telefónica, unter anderem vertreten durch Markus Haas, CEO, und Dirk Grote, Director B2B, von Telefónica in Deutschland sowie Vicente Muñoz Boza, Chief IoT Officer von Telefónica, als Sprecher, informieren auch Huawei Technologies als einer der weltweit führenden Anbieter von Informations- und Telekommunikationslösungen, Gemalto als führendes Unternehmen im Bereich digitale Sicherheit und D-Link, Hersteller von Netzwerktechnik und Smart-Home-Anwendungen.

Imagefilm zum Digital Innovation Day 2016

Melden Sie sich hier einfach direkt an und sichern Sie sich Ihren Teilnehmerplatz. Einige Hundert an der Digitalisierung Interessierte haben bereits verbindlich zugesagt. Vielleicht inspiriert Sie der Film über den Digital Innovation Day 2016 und überzeugt Sie, dass Sie das Event nicht verpassen sollten.

Wichtige Entwicklung in der Telekommunikation 2017

Vom Ende einer Technik-Ära bis zum Aufbruch in neue Datenwelten

Die zurzeit wichtigsten Entwicklungen der Telekommunikationsbranche folgen in diesem Jahr beinahe unspektakulär den bekannten Plänen: Im Festnetz nähert sich ISDN seinem Ende, im Mobilfunk laufen die Vorbereitungen für die nächste, die 5. Generation. Entwicklungen in der IT, die in diesem Jahr stärker in den Fokus rücken, erfordern die Vernetzung aus der Telekommunikationsbranche als Rückgrat – ohne Vernetzung werden Trends wie Sprachsteuerung, Künstliche Intelligenz und Virtual oder Augmented Reality den Massenmarkt nicht erreichen können.

Von den beiden wichtigsten Entwicklungen dieses Jahres in der Telekommunikation sind Unternehmen wie Verbraucher betroffen: Wer jetzt noch mit ISDN telefoniert, sollte sich schleunigst damit beschäftigen, wie er spätestens ab 2018 weiterhin den sprichwörtlichen Draht zum Rest der Welt behalten will. Weil es schon seit einigen Jahren keine Weiterentwicklung der ISDN-Technik mehr gibt und die Hersteller der entsprechenden Netzwerktechnik das Ende ihres Services für die in die Jahre gekommenen Anlagen angekündigt haben, geht nach den Plänen der großen Telekommunikationsunternehmen im nächsten Jahr die ISDN-Ära zu Ende. Das bedeutet zwar, dass noch ein wenig Zeit für den Umstieg vorhanden ist – aber berücksichtigt man den möglichen Aufwand, kann es allmählich knapp werden. Zumindest für einen cleveren Umstieg.

Festnetz zukunftsfit machen

Der Ausstieg aus der ISDN-Technik bietet einen guten Anlass, die Telefonier- und Kommunikationsgewohnheiten und -anforderungen zu überprüfen. Passt die bisher verwendete Hardware eigentlich wirklich noch zu dem, was Sie brauchen? Gibt es nicht vielleicht längst praktischere Lösungen, die sich gleichzeitig einfacher verwalten lassen? Wie zeitgemäß sind heute noch langlaufende Verträge über Telefon-Hardware? Hat der Wettbewerb nicht vielleicht attraktivere Angebote? Telefónica in Deutschland bietet nicht erst zum Ende der ISDN-Ära zukunftsfähige Telefonie-Lösungen an, zum Beispiel mit Digital Phone, der virtuellen Telefonanlage aus dem Rechenzentrum, die sowohl über IP-Telefone als auch über Smartphones und Software auf dem Notebook oder Desktop-Rechner klassisches Telefonieren ermöglicht – bei ganz ähnlichem Funktions- und Komfortumfang wie eigene Hardware-Telefonanlagen.

Und mit o2 All-IP ermöglicht Telefónica in Deutschland Unternehmen sogar, ihre bisherige Telefon-Hardware mit in die Zukunft zu nehmen: Die Lösung sorgt dafür, dass selbst ältere, intern genutzte ISDN-Technik mit moderner IP-Telefonie verbunden und langfristig genutzt werden kann.

5G ermöglicht neue Services

Bei der zweiten wichtigen Entwicklung, der 5G-Telekommunikationstechnik, besteht noch kein unmittelbarer Handlungsbedarf – die Technik wird zurzeit noch zur massentauglichen Marktreife weiterentwickelt –, aber mit der hohen Bandbreite und insbesondere der sehr schnellen Datenübermittlung im 5G-Netz eröffnen sich neue Anwendungsmöglichkeiten. 10 Gigabit pro Sekunde und eine Latenzzeit von unter einer Millisekunde sollen mit 5G möglich werden. Außerdem sollen 5G-Geräte bis zu 90 Prozent weniger Strom verbrauchen. Unternehmen können damit neue Services anbieten. Deshalb kann es bereits jetzt lohnen zu prüfen und zu überlegen, welche neuen Geschäftsmodelle damit im eigenen Unternehmen entwickelt, welche neuen Services und Angebote den Kunden gemacht werden können.

Einen beispielhaften Showcase hat Telefónica in diesem Jahr auf dem Mobile World Congress vorgestellt und per 5G ein Auto über eine Distanz von 70 Kilometern ferngesteuert – in Echtzeit. Ein anderes Anwendungsbeispiel für hohe Übertragungsgeschwindigkeit von 5G: Der Inhalt einer prall gefüllten DVD kann in weniger als vier Sekunden übertragen werden.

Narrow Band LTE für das Internet der Dinge schon heute

Smarte Wasserzähler lassen sich remote steuern, Foto: KIDKUTSMEDIA/Florian Schmitt

Doch bevor wir 5G im Alltag nutzen können, gewinnt eine andere Mobilfunktechnologie noch an Bedeutung, die die Verbreitung des Internets der Dinge vorantreiben wird: Narrow Band LTE. Die Technologie nutzt die bereits etablierte LTE-Technik, ist jedoch auf schmalbandige Übertragung kleiner Datenpakete und geringen Energieverbrauch optimiert. Batterielaufzeiten von bis zu zehn Jahren sollen möglich sein. Damit eignet sich die Technologie für Anwendungen im Internet der Dinge, in dem es oft um die Übermittlung einfacher Sensoren- oder Tracking-Daten von ein paar Bytes oder Kilobytes geht. Telefónica setzt Narrow Band LTE zum Beispiel für die Anbindung digitaler Wasserzähler ein. Die intelligente Stadt der Zukunft, die Smart City, kann dank Narrow Band LTE heute schon von der cleveren Vernetzung profitieren.

T-Trends mit Netzanbindung

Bei wichtigen Entwicklungen in der IT, die in diesem Jahr Diskussionen, nach und nach auch unseren Alltag erobern, spielt die Vernetzung eine entscheidende Rolle. Telekommunikationsunternehmen rücken damit noch stärker in die Rolle des „Enabler“, des Möglichmachers – denn ohne deren Netze funktionieren die neuen IT-Entwicklungen nicht oder sie können nicht ihren ganzen Nutzen entfalten. Beispiel Sprachassistenten. Siri von Apple, Cortana von Microsoft, Alexa von Amazon und Google Assistant beziehen einen Großteil ihrer Leistungsfähigkeit und Intelligenz von den Servern ihrer Anbieter – und der Weg zwischen Aufnahmegerät und Server führt über die Datenverbindungen, die Telekommunikationsunternehmen über Festnetz und Mobilfunk zur Verfügung stellen. Erst so wird Sprache für die Steuerung von Suchanfragen und Serviceaufträge verständlich. Ein neuer Wettbewerber tritt übrigens dieses Jahr noch auf dem deutschen Markt an: Mit dem Galaxy S8 hat Samsung seinen Assistenten Bixby vorgestellt. Bisher versteht er Koreanisch und Englisch, doch noch im Laufe dieses Jahres soll er Deutsch lernen.

Im Hintergrund greifen alle Sprachassistenten auf das zurück, was die noch wichtigere Entwicklung beschreibt: Künstliche Intelligenz. Sie wird erst durch den Zugriff auf ausreichende Computerressourcen und große Datenmengen sowie ausgeklügelte Analyse und Projektion möglich. Cloud-Computing, das uns Rechenleistung fast unbegrenzt und nahezu jedem Ort bereitstellt, bringt dieses Topthema voran – von unserem Smartphone bis hin zur Steuerung der Industrie 4.0.

Künstliche Intelligenz kann und soll uns auch helfen, eine der großen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen: Cybercrime. Mit der Vernetzung unserer Welt in allen Bereichen wachsen auch die Bedrohungen. Mitte Mai führte der massenhafte Angriff auf Computer in 150 Ländern durch den Krypto-Trojaner WannaCry die Verletzbarkeit unserer Gesellschaften vor. Systeme künstlicher Intelligenz könnte Angriffe erkennen und Schutzmaßnahmen einleiten.

Neue Welten können wir mit neuen visuellen Systemen erobern. Virtual und Augmented Reality finden zunehmend Verbreitung. War vor Jahren noch die Datenbrille Google Glass das vielbewunderte und auch umstrittene Ausnahme-Highlight, das Informationen ins Sichtfeld des Nutzers einblenden konnte, drängen mittlerweile Massenhersteller wie Epson und Brother auf den Markt der sogenannten „Head mounted Displays“.

Und Microsoft zeigt mit seiner HoloLens, wie vielfältig die Anwendung sein kann. Virtual Reality kann jeder auch heute schon für ein paar Euro erleben: einfach Smartphone in eine entsprechende Brille aus Pappe oder Kunststoff schieben, schon lassen sich gefilmte oder Computer-erzeugte Welten im Rundumblick erobern.

Europa rückt zusammen

Für alle, die gerne verreisen, bringt dieser Sommer eine ganz besondere Neuerung. Ab dem 15. Juni rücken die Länder der Europäischen Union im Mobilfunk noch ein wenig enger zusammen. Alle Bürger der Europäischen Union können ihre Heimattarife ab diesem Zeitpunkt ohne Roaming-Aufschläge in den insgesamt 28 Ländern der EU genauso nutzen wie zu Hause. Oder anders gesagt: Bisher war der Inlandstarif fürs Smartphone nur auf das Gebiet der Bundesrepublik beschränkt, ab dem 15.06. gilt er bis an die Außengrenzen der EU. So kann das eigene Smartphone in jedem EU-Mitgliedsstaat sowie in Norwegen, Liechtenstein und Island zu denselben Konditionen im Rahmen einer angemessenen Nutzung wie zu Hause genutzt werden. Einige Telefónica-Kunden können diesen Vorteil allerdings schon lange nutzen: In vielen Tarifen wie o2 Free Business ist das EU-Roaming bereits eingeschlossen.

Innovation – Next Stop: IFA Berlin

Die wichtigsten Branchenmessen für die Telekommunikation sind bereits gelaufen: die CES in Las Vegas, der Mobile Word Congress in Barcelona, die Cebit in Hannover. Auf allen Ausstellungen drehten sich viele Gesprächsthemen um neue Hardware, Software und Services. Neue Smartphones mit aktuellster Technik sind bereits verfügbar, etwa das neue Spitzenmodell von Samsung, das Galaxy S8 und S8+ mit Iris-Scanner, das Honor 8 Pro und das LG G6 jeweils mit Dual-Kamera oder Foto-Smartphone Kodak Ektra. Der Nachfolger des Apple iPhone 7, das iPhone 8, wird im Herbst dieses Jahres erwartet. Vorher trifft sich die Elektronikbranche noch auf der IFA in Berlin. Dort werden Drohnen und Smart-Home-Anwendungen das größte Interesse auf sich ziehen – inklusiver vernetzter Unterhaltungstechnik. Dabei steht unzweifelhaft das Smartphone als Fernbedienung und Steuerungselement im Zentrum stehen. In Berlin wird aus Anbietersicht das Weihnachtsgeschäft vorbereitet: Hier werden die Neuheiten präsentiert, die dann unterm Christbaum liegen können.

Doch noch vor Weihnachten, kurz nach der IFA, findet in München noch der Digital Innovation Day 2017 statt. Hier dreht sich alles um die Digitalisierung, um Machine-to-Machine-Kommunikation, um das Internet der Dinge und praxistaugliche Lösungen für Ihr Business – damit Sie Anschluss an die Zukunft behalten. Melden Sie sich jetzt schon an.

Hannover Messe 4.0

Industrie 4.0 setzt sich durch

Digitalisierung, Informationstechnik und Vernetzung erobern die Industrie. Die Hannover Messe wird immer stärker zur Anwendungsmesse für Technologien aus der ITK-Branche. Das hat die diesjährige Auflage der weltgrößten Industriemesse in Hannover eindrucksvoll vorgeführt.

Roboter bestimmen die Bilder der Hannover Messe 2017. Sie zeigen nicht einfach starke Maschinenarme, die schwere Gegenstände bewegen und montieren, sondern sensible, schnelle Automaten, die ihre Fähigkeiten in der direkten Interaktion mit Menschen (ZDF-Mediathek: Roboter zum Staunen) ausspielen. Die viel bestaunten Exponate verbinden aktuelle ITK-Technologien zu konkreten Lösungen: Sensoren erfassen Messwerte in Sekundenbruchteilen, geben sie vernetzt an Prozessoren weiter, die sie verarbeiten und die passenden Stellgrößen quasi als Antwort ermitteln, die sie an Motoren weitergeben. Als „Cobots“, collaborative Roboter für die Zusammenarbeit mit dem Menschen, zählten auf der Hannover Messe zu den Besuchermagneten.

Foto/Video: www.zdf.de

Die Digitalisierung erfasst die Industrie in ihrer ganzen Bandbreite. Keine Branche bleibt unberührt. Als rollende Beispiele dienen gerne Autos mit Elektronantrieb. Galten vor wenigen Jahren Automobilhersteller noch als Exoten auf IT-Messen wie CES in Las Vegas und Cebit in Hannover, haben sie sich dort mittlerweile als feste Größen etabliert. Und auch auf der Leitmesse der Industrie dürfen sie nicht fehlen. Unternehmen wie BMW erklären, wie sie sich die Mobilität der Zukunft vorstellen – mit Autos, die nicht nur zu einem großen Teil von Robotern hergestellt werden, sondern auch selbst als autonom fahrende Roboter fungieren. Angetrieben werden sie von erneuerbaren Energien ohne Emissionen – das Thema, dem BMW seine Präsentation in Hannover gewidmet hatte. Energie war denn auch das zweite Topthema der Hannover Messe 2017.

Unangefochten an Platz Nummer 1 stand das Thema Industrie 4.0. Hier zeigt schon die Vokabel, dass Deutschland durchaus eine gute Chance hat, im globalen Wettbewerb eine Spitzenposition einzunehmen: Sprach man international vor zwei, drei Jahren noch vor allem von der „Smart Factory“, und nur in Deutschland nutzte man die Vokabel „Industrie 4.0“, hat sich mittlerweile eben diese Bezeichnung weltweit verbreitet. Industrie 4.0 umfasst dabei die intelligente, vernetzte Produktion. Sie steht für die flexible Herstellung und nutzt die Potenziale der Digitalisierung. Dazu gehört etwa auch der „digitale Zwilling“ einer realen Fabrik, wie Siemens ihn in Hannover zeigte, aber auch Roboter, wie sie Kuka und Festo präsentierten.

Einer Studie zufolge, die der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) auf der Hannover Messe vorstellte, eröffnen Digitalisierung und Industrie 4.0 hoch entwickelten Volkswirtschaften die Chance, ans Ausland verlorene Produktionsarbeitsplätze zurückzugewinnen: Zum einen fallen bei erhöhter Automatisierung die höheren Arbeitskosten weniger ins Gewicht. Zum anderen erleichtert die Rückverlagerung mehr Flexibilität, die für eine kundenorientierte, individualisierte Herstellung unerlässlich ist. Logisch, dass deshalb auf der Hannover Messe Aufbruchstimmung herrschte.

Das Thema Digitalisierung wird die Leitmesse der Industrie auf jeden Fall noch länger beschäftigen. Die beiden großen Veranstaltungen in Hannover, Cebit und Hannover Messe, rücken damit inhaltliche immer näher zusammen. Wurde die Cebit einst als Ausgründung der Hannover Messe geschaffen, um der damals neuen Büro- und Computertechnik ausreichend Fläche bieten zu können, gibt es mittlerweile eine gewisse Entwicklung, dass Aussteller von der ausgegründeten Cebit zur Hannover Messe ziehen. Prominentestes Beispiel: Microsoft. Der größte Softwarekonzern der Welt war in diesem Jahr nicht mehr mit einem eigenen Stand auf der Cebit vertreten, zeigte aber sehr wohl auf der Hannover Messe, was er für die Industrie zu bieten hat.

Es ist allerdings nicht damit zu rechnen, dass Cebit und Hannover Messe wieder eins werden – dafür sind beide Veranstaltungen einfach zu groß. Selbst das riesige Messegelände in Hannover bietet dafür nicht ausreichend Platz. Und so werden auch im nächsten Jahr beide Messen wieder ihr Publikum in die niedersächsische Landeshauptstadt ziehen.

Übrigens: Telefónica treibt die Digitalisierung voran, damit Kunden die ganze Bandbreite smarter Vernetzung nutzen können. Wie das konkret in der Praxis aussieht, können Sie am 27. September 2017 auf dem Digital Innovation Day (DID) in München erleben. Hier präsentieren Telefónica , Partnerunternehmen und Kunden Lösungen, wie Technologie dazu beiträgt, im Internet der Dinge neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.