Schrittmacher der Digitalisierung

Monday, 18 May 2015

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Die Digitalisierung ist mittlerweile in nahezu allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen angekommen.

Gleichzeitig gilt sie als der Schwachpunkt vieler deutscher Unternehmen. Sie verharren in Branchendenken und laufen Gefahr, Geschäftschancen zu verpassen. Sie brauchen die richtigen Partner, um ihre Zukunft auch nachhaltig erfolgreich gestalten zu können. Die Ausgangslage könnte nicht besser sein: „Die deutsche Wirtschaft hat eigentlich große Erfahrung darin, neue Herausforderungen anzunehmen und zu nutzen“, sagt Professor Arnold Picot, Leiter der Forschungsstelle für Information, Organisation und Management der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Hervorragende Forschung und gut ausgebildete Beschäftigte hätten sie in der Nachkriegszeit zum Exportweltmeister gemacht. „Aber die deutsche Wirtschaft hat auch einen Verwundbarkeitspunkt: die schleppende Digitalisierung.“

Zu diesem eher ernüchternden Ergebnis kommt ebenfalls eine aktuelle Studie des Münchner Kreises und spricht von einer Achillesferse: Die deutsche Wirtschaft sei geprägt von Branchendenken, das in der digitalen, vernetzten Welt nicht mehr reiche. „Bislang glaubte man, dass beispielsweise der Metallbau, das Gastgewerbe oder Pflegedienstleistungen kaum von der Digitalisierung betroffen seien, doch längst haben sich auch hier Geschäftsmodelle, Kundenbuchungen und Technik verändert“, so Picot.

Doch das Interesse an und das Verständnis für die Digitalisierung wachsen. So steuert beispielsweise die „embedded world“ in Nürnberg als Messe und Kongress für integrierte IT- und Kommunika-tionslösungen auf neue Aussteller- und Besucherrekorde zu. Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) spielt dabei eine zentrale Rolle. Nach Meinung von Lynn Thorenz, Director Research & Consulting bei IDC in Frankfurt, hat sich das Thema zum Kernantriebsfaktor für die digitale Transformation entwickelt: „Hat in 2014 vor allem ‚Industrie 4.0‘ die Schlagzeilen beherrscht, erkennen im laufenden Jahr vor allem die Unternehmenslenker – also die CEOs – das Potenzial von IoT zur Steigerung ihres Umsatzes und des Wertbeitrags für ihre Kunden.“

Eine praktische Anwendung dafür sind Lösungen zur intelligenten Messung und Steuerung von Stromverbrauchern. Sie eröffnen Energieversorgern und Installationsunternehmen neue Umsatzpotenziale – nutzen können sie sie aber nur, wenn sie über die Grenzen ihres angestammten Energiemarktes hinwegdenken und das Know-how von Kommunikationsnetzbetreibern einbinden. Denn im Detail liegt die Tücke, die sie allein nicht lösen können: Beispielsweise haben Untersuchungen der M2M-Experten von Telefónica gezeigt, dass in Deutschland gerade einmal 75 Prozent der Strom- oder Gaszähler mit wenigstens einem der vier Mobilfunknetze erreichbar sind. Sollen flächendeckend Smart-Meter zum Einsatz kommen, sind nicht nur Lösungen erforderlich, die in allen Mobilfunknetzen funktionieren. Vielmehr brauchen sie Lösungen, die auch ohne direkte Mobilfunkverbindung eine Datenkommunikation ermöglichen.

Telefónica bringt dafür als erster Anbieter in Deutschland eine clevere Lösung auf den Markt: Der Mobilfunkbetreiber verlängert die Reichweite zu Smart-Metern über die Funktechnik „RF Mesh“. Dabei bauen die Geräte kleine selbstkonfigurierende Datennetze auf, in denen sie sich die Verbrauchsinformationen gegenseitig übertragen. Jedes Gerät hat eine SIM-Karte eingebaut, und sobald einer dieser Zähler ein ausreichend starkes Mobilfunknetz findet, überträgt er automatisch die Daten aller Teilnehmer seines Ad-Hoc-Netzwerkes an das Versorgungsunternehmen.

Smarte Komplettlösungen von Telefónica

„’Telefónica Smart Meter Connect‘ ist ein gutes Beispiel dafür, dass man die Besonderheiten von Digitalisierung und Internet of Things in der speziellen Anwendung verstehen muss“, sagt Helmut Schnierle, Head of M2M Sales bei Telefónica Deutschland. „Wir von Telefónica folgen bei unseren Angeboten einer einfachen Maxime: Wir orientieren uns am Kunden.“ Dabei sieht der Manager sein Unternehmen gerade nach der Übernahmen von E-Plus in einer sehr guten Position. Mit der großen Reichweite des gemeinsamen Netzes bietet Telefónica das infrastrukturelle Rückgrat für die kundennahe Digitalisierung. Und über das Global-Partner-Programm, das bereits im vergangenen Jahr nach nur sechs Monaten doppelt so viele Technologie- und Businesspartner gewinnen konnte wie geplant, bringt Telefónica das Know-how zusammen, das für branchenübergreifendes Denken und Handeln erforderlich ist.

„In diesem Jahr werden wir enorme Fortschritte in der Verbreitung von M2M-Lösungen sehen“, so Schnierle. „Auf der E-World Energy & Water in Essen haben wir erstmals Telefónica Smart Meter Connect präsentiert. Und in Hannover auf der Cebit schreiben wir diese Entwicklung fort, wenn wir dort neue digitale Lösungen gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern vorstellen. Wir zeigen, dass Telefónica einfache Lösungen zum besten Preis-Leistungsverhältnis liefern kann und das mit einem einmaligen Service – alles aus einer Hand.“

Antrieb für die Digitalisierung sei die Vereinfachung der Prozesse, ist Schnierle überzeugt: „Sie ermöglicht es, individuelle Kundenlösungen innerhalb weniger Wochen anstatt mehreren Monaten umzusetzen. Lange Projektvorlaufzeiten gehören der Vergangenheit hat. Der Kunde erwarte heute, Unternehmen schnell erreichen zu können und ständig mit ihnen in Verbindung zu stehen – in Echtzeit. Telefónica arbeitet genau daran, dass der Kunden eine ’nahtlose Kundenerfahrung‘ erleben kann.“